06 Juli 2006

Interkulturelles Know-how für den Osten: CrossCulturalConsultant

Die Central European School of Management (CESM) der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) bietet seit 2006 eine Weiterbildung zum CrossCulturalConsultant an. Das Qualifizierungsprogramm ist auf die Beratungsarbeit in Mittel- und Osteuropas (MOE) zugeschnitten und richtet sich an firmeninterne und externe Berater sowie Mitarbeiter, die ein auf die Region fokussiertes Beratungs-Know-how erwerben wollen.

Die Transformationsprozesse in Mittel- und Osteuropa, z. B. bei der Umwandlung von Staatsunternehmen in privatwirtschaftliche Unternehmen oder bei internationalen Firmenpartnerschaften und Fusionen sind vielfältig und verlangen spezifisches Wissen von Organisationsberatern. Dieses Wissen soll in der modular aufgebauten Weiterbildung vermittelt werden.

Die Qualifikationsschwerpunkte sind neben strategischer Branchen-, Wettbewerbs- sowie Unternehmensanalyse die interkulturelle Selbst- und Fremdwahrnehmung, sowie Grundlagen des Projekt-, Change- und Prozessmanagements. Die Rolle von Beratern sowie Grundlagen und Methoden des systemischen und strategischen Managements werden an Fallbeispielen aus dem mittel- und osteuropäischen Kontext intensiv trainiert.

Programmsprache ist Deutsch. Eine Kursgruppe besteht aus max. 20 Personen pro Jahrgang. Bewerben kann man sich mit den entsprechenden Unterlagen (CV, Motivationsbrief, Anmeldung) direkt bei der CESM. Bei der Auswahl der Kandidaten sind in erster Linie Berufserfahrung und soziale Kompetenz entscheidend.

Mehr zum CrossCulturalConsultant

26 Juni 2006

Junge Reporter in Europa unterwegs

youthreporter.de ist ein Internetangebot von JUGEND für Europa, in dem junge Leute über ihre Erfahrungen mit Europa berichten. Youth-Reporter kann jeder werden - vorausgesetzt er oder sie hat europäische Luft geschnuppert oder will es bald tun: Ob als Europäische Freiwillige, in der Jugendinitiative oder bei einem Begegnungsprojekt. Die Artikel werden in Deutsch veröffentlicht. Wer in einer anderen Sprache schreibt, kann die Übersetzungsbörse von youthreporter.de nutzen.

Die Youth-Reporter schreiben in sechs Rubriken über das, was ihnen tagtäglich während ihres Aufenthalts in einem fremden Land widerfährt, was sie beeindruckt oder was sie dort unternehmen (
tagebücher). Ebenso gefragt sind Berichte über die tägliche Arbeit in den Projekten (neues schaffen) oder über Motive, Wünsche und Hoffnungen in der Fremde (neue wege). Nützlich sind auch die zahlreichen Städtebeschreibungen (inside europe) sowie der Kulturbereich (neue länder) mit Berichten über Land und Leute. Anekdoten und kuriose Geschichten landen schließlich im treibgut.

Wer bereits eine fertige Idee im Kopf hat, kann sofort losschreiben und den Text über die Webseite nach vorheriger Registrierung an die Redaktion schicken. Zu beachten ist dabei lediglich die Netikette. Die Texte werden, soweit möglich, unverändert publiziert. Weitere Fragen beantwortet die Redaktion von youthreporter.de.

22 Juni 2006

Neue Interessenvertretung für Fremdsprachenlehrer gegründet

Der Gesamtverband Moderne Fremdsprachen (GMF) hat sich Ende Mai gegründet und ist damit der erste deutsche Dachverband für Lehrende und Lernende aller modernen Fremdsprachen. Seine Ziele sind zum einen die gebündelte Repräsentation seiner Mitglieder und ihrer Interessen auf regionaler und nationaler Ebene der Politik, zum anderen das Angebot von Weiterbildung, die Kommunikation neuer didaktischer Erkenntnisse und die Förderung der Forschung im Bereich des Fremdsprachenlernens. Besonderen Wert legt der Verband auf Multilingualität sowie die Vernetzung und Kooperation der einzelnen Sprachsektionen.

Dem Gesamtverband gehören mit der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer, dem Deutschen Spanischlehrerverband sowie dem Deutschen Russischlehrerverband und der neu gegründeten Sektion Englisch die mitgliederstärksten Verbände der deutschen Sprachlehrenden an. Des Weiteren sind die westslawischen Sprachen, Niederländisch, Japanisch und Chinesisch im Verband vertreten. In Gründung befindet sich auch eine Sektion Italienisch.

Gründungspräsident des Gesamtverbandes ist Prof. Dr. Franz-Joseph Meißner, Professur für Didaktik der Romanischen Sprachen an der Justus-Liebig-Universität Gießen; zum Vizepräsidenten wurde Prof. Dr. Hermann Funk, Friedrich-Schiller-Universität Jena, gewählt.

GMF Webseite

15 Juni 2006

Wörterwanderung - Deutscher Sprachrat macht sich auf die Suche

Der Deutsche Sprachrat, eine Arbeitsgemeinschaft aus Goethe-Institut, Gesellschaft für deutsche Sprache und dem Institut für Deutsche Sprache, macht sich auf die Suche nach deutschen Wörtern, die in andere Sprachräume "ausgewandert" sind. Tatsächlich haben sich deutsche Wörter in vielen Sprachen der Welt eingebürgert. Die Russen geraten in "Zeitnot", die Schweden entwickeln "Fingerspitzengefühl", Nigerianer fragen sich "Is das so?" und im Englischen scheint es keinen besseren Ausdruck für eine bestimmte Form der Melancholie zu geben als den deutschen "Weltschmerz" .

In Zusammenarbeit mit dem Duden und dem Max Hueber Verlag initiiert der Deutsche Sprachrat nun die internationale Ausschreibung „Ausgewanderte Wörter“, die bis zum 30. September läuft.

Aufgerufen sind Menschen weltweit, sich auf die Spur von Wörtern zu begeben, die aus dem Deutschen in andere Sprachen ausgewandert sind. Dabei interessiert vor allem, wie die Wörter im jeweiligen Land benutzt werden und welche Assoziationen und Empfindungen die Worte auslösen.

Die Berichte, Erzählungen und Erklärungen über deutsche Fundstücke in anderen Sprachen dürfen auch in der jeweiligen Muttersprache verfasst werden. Die interessantesten Beiträge werden in der Anthologie „Ausgewanderte Wörter“ publiziert, die Ende des Jahres beim Max Hueber Verlag erscheint. Unter allen Einsendungen wird eine Kulturreise nach Berlin für zwei Personen verlost. Darüber hinaus erhält jeder Teilnehmer, dessen Beitrag in der Sammlung veröffentlicht wird, ein Exemplar des Buches geschenkt.

Weitere Informationen zur internationalen Ausschreibung „Ausgewanderte Wörter“, den Teilnahmebedingungen und ein Teilnahmeformular gibt es auf der Webseite des Deutschen Sprachrats. Einsendungen per Post gehen an: Deutscher Sprachrat, c/o Goethe-Institut e. V.
Postfach 190419, 80604 München, Deutschland – Stichwort: Wörterwanderung.

Quelle: Max Hueber Verlag

08 Juni 2006

"Ihr zeigt`s uns": eTwinning startet Wettbewerb für Schülerfirmen der Jahrgangsstufen 7-13

eTwinning sucht bundesweit eine Schülergruppe oder Schülerfirma der Jahrgangsstufen 7-13, die ein Pilotprojekt konzipiert, organisiert, durchführt und dokumentiert, um eTwinning unter Schülern bekannt zu machen. Die Aktion eTwinning fördert europäische Schulpartnerschaften, die über das Internet laufen und wird in Deutschland von Schulen ans Netz betreut. Schulklassen aller Schulformen, -fächer und Jahrgangsstufen können sich mit ihren Lehrkräften beteiligen. Auf einer Internetplattform tauschen sich Partnerklassen per E-Mail, Chat oder Homepage über ein gemeinsames Unterrichtsthema aus. 28 europäische Länder sind dabei.

Schüler sollen neugierig gemacht und für eine virtuelle Schulpartnerschaft begeistert werden. Dafür werden kreative Ideen gesucht, die zum Beispiel in originelle Flyer, E-Cards, witzige Werbemittel oder Mailingaktionen, Schulhof-Events, Gründung von
eTwinning-Clubs usw. umgesetzt werden. Die "Werbe-Produkte" sollen peppig sein und die eTwinning-Gedanken der "europäischen Freundschaft" und "Vernetzung über das Internet" transportieren. Zielgruppe sind Jugendliche der weiterführenden Schule (Sek. I und/oder Sek. II). Getestet werden können die Aktivitäten an Schulen in der jeweiligen Region der Teilnehmer; nach dieser Pilotphase übernimmt Schulen ans Netz sie und führt das Konzept weiter.

Die Arbeiten sollen multimedial dokumentiert werden, zum Beispiel per Foto, Power Point oder Video, um sie auf der europäischen
eTwinning-Konferenz 2007 präsentieren zu können. Als Preisgeld für die beste Idee und Durchführung gibt es 1000 EUR, das für die Schülergruppe bzw. Schülerfirma verwendet werden soll. Ein Vertreter der Gewinner darf plus Lehrkraft zur Konferenz 2007 reisen. Unkosten, die für das Pilotprojekt entstehen übernimmt eTwinning bis zu einer Höhe von 1000 EUR.

Bis zum
7. Juli müssen Kontaktangaben, Konzept, Ressourcenplan und Budgetaufstellung per E-Mail bei Schulen ans Netz eingereicht werden. Bis zum 14. Juli 2006 wird Schulen ans Netz die Konzepte sichten und die beste Idee in Auftrag geben. Die ausgewählte Schülergruppe/Schülerfirma hat bis Mitte September 2006 Zeit für die weitere Planung; konkret umgesetzt werden die Aktivitäten dann bis zum 14. Oktober 2006.

Schulen ans Netz Nationale Koordinierungsstelle eTwinning
eTwinning@schulen-ans-netz.de


Lizenz zum Lehren - Corporate Language Trainer Lizenz von digital publishing

Mit einer Trainerlizenz für das Fachgebiet Corporate Language Training stellt der Münchner Sprachenspezialist digital publishing ein Instrument zur Qualitätssicherung in der Ausbildung von Blended Learning Spezialisten im Sprachentraining vor.

Die CLT Trainerlizenz soll die Lücke zwischen zahlreichen Ansätzen zur Schulung von Online-Tutoren und der traditionellen Ausbildung von Sprachlehrern schließen. Aufgaben und Arbeitsmaterialien eines Blended Learning Trainers im Fremdsprachenunterricht werden dabei klar definiert. CLT Trainer sind Muttersprachler und bringen mindestens 600 Stunden Lehrerfahrung mit ausgewiesenen Referenzen sowie ein einschlägiges Zertifikat oder eine entsprechende Hochschulausbildung mit.

Die zweitägigen CLT Lizenzworkshops werden regelmäßig in ganz Europa durchgeführt. Die Lehrgänge umfassen den Einsatz des CLT Trainer Kit mit Trainer- und Teilnehmerunterlagen sowie die Inhalte des Online-Tutoring und der Lernsoftware, die Methodik des Common European Framework of Reference for Languages (CEF) und deren didaktischen Umsetzung. Die Arbeit mit einem Learning Management System und eine eingehende Qualifizierung rund um den PC als Lernstation ergänzen den Lehrplan. Ein Abschlusstest bestätigt die erfolgreiche Teilnahme und wird durch eine Lizenzurkunde dokumentiert.

Die CLT Lizenz gilt für ein Jahr und verlängert sich automatisch durch die Teilnahme an einem Refresher-Workshop. Über einen Virtual Classroom, Trainingsvideos und eine Trainerwebsite werden regelmäßig Software-Updates und neue Lehrmaterialien vorgestellt.

Die 200 bisher lizenzierten Sprachtrainer arbeiten als freie Trainer in Unternehmen in ganz Europa, Nordamerika und Asien oder kommen aus Volkshochschulen, Institutionen und Partnersprachschulen. digital publishing stellt das komplette CLT Schulungs- und Lizenzpaket mit allen Trainer- und Teilnehmerunterlagen für Sprachschulen, Weiterbildungseinrichtungen und Einzeltrainer weltweit zur Verfügung.

digital publishing

16 Mai 2006

Zwei Konfuzius-Institute in Deutschland gegründet

Ende April sowie Anfang Mai wurden die ersten beiden Konfuzius-Institute in Deutschland in Berlin und Erlangen feierlich eröffnet. Namensgeber der Einrichtung ist der chinesische Philosoph Konfuzius. Weltweit gibt es insgesamt nur 20 solcher Zentren in Asien, Australien, Europa und Nordamerika. Die Konfuzius-Institute werden derzeit nach dem Vorbild der deutschen Goethe-Institute in Kooperation mit Universitäten verschiedener Städte eingerichtet, um die chinesische Sprache und Kultur zu verbreiten. Deutschland ist eines der wenigen Länder, das zwei solcher Institute erhält.

Die Institute wurden von der Nationalen Staatlichen Leitungsgruppe für Chinesisch als Fremdsprache der Regierung der Volksrepublik China initiiert und sollen als Begegnungsstätte für alle China-Interessierten fungieren. Zu den Aufgaben des Instituts zählen die Förderung der Kenntnis chinesischer Kultur und Sprache, die Pflege der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit auf akademischer Ebene sowie die Förderung chinabezogener Projekte im Wissenschafts- und Kulturbereich.

Neben Sprachkursen des modernen Hochchinesisch werden die Konfuzius-Institute einen Kurs zur Vorbereitung auf die international anerkannte Sprachprüfung "Hanyu Shuiping Kaoshi" (HSK) anbieten. Veranstaltungen für die Lehrerfortbildung, interkulturelle Seminare, Trainings und Workshops zur Traditionellen Chinesischen Medizin und der chinesischen Kalligraphie und Malerei ergänzen das Angebot. Außerdem werden im Konfuzius-Institut ausgewiesene China-Experten Einzelvorträge und Vortragsreihen zu Themen aus Geschichte, Kultur, Politik, Wirtschaft Chinas anbieten. Regelmäßige Ausstellungen und Filmvorführungen runden das Kulturprogramm ab.

Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin

Konfuzius-Institut an der Universität Erlangen-Nürnberg

JUNIK - Praxishandbuch "Jugendliche im internationalen Kontext" erschienen

Im Rahmen des Programms "JUNIK - Jugendliche im internationalen Kontext" entstand ein Praxishandbuch für kulturenübergreifende Jugendprojekte, das ab sofort über den Wochenschauverlag (ISBN 3-89974288-5) bezogen werden kann.

Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sollen durch multiethnische internationale Bildungsprojekte einen Gewinn aus der Internationalisierung ziehen. Mit dieser Zielvorgabe entwickelte die Landesstiftung Baden-Württemberg zusammen mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart "JUNIK" - ein Programm, um vielversprechende Projektideen im Bereich des kulturellen Miteinanders zu unterstützen.

Das gerade erschienene Handbuch dokumentiert die Projekte und richtet sich an Jugend- und Sozialarbeiter, Lehrer, Jugendliche und die gesamte Fachöffentlichkeit. Es ist für all jene interessant, die spannende Projektinhalte, motivierte Jugendliche verschiedener Herkunft und engagierte Jugendarbeiter kennen lernen wollen.

Das ifa Institut für Auslandsbeziehungen bietet darüber hinaus eine umfangreiche Literaturliste an zum Interkulturellen Austausch und Interkultureller Kompetenz >>> Literaturliste