21 Juni 2010

Was kostet das Studium im Ausland? Der „Ländercheck“ hilft weiter

Wer nicht nur ein Semester, sondern ein komplettes Studium im Ausland absolvieren will, ist früher oder später mit der Frage nach den Kosten konfrontiert. Eine erste Orientierungshilfe will der Online-Ländercheck vom Centrum für Hochschulentwicklung, CHE, leisten. Der Service richtet sich an Abiturienten und Studienanfänger, also an all diejenigen, die für ein Studium mit dem Ziel des Bachelorabschlusses ins Ausland möchten. Nach eigenen Angaben möchte die Seite helfen das Vorurteil abzubauen, dass ein Studium im Ausland unbezahlbar sei. Dazu bietet sie einen ersten Überblick zu den tatsächlichen Kosten.

Im Bereich „Persönlicher Ländercheck“ können die Besucher die Suche nach dem passenden Zielland eingrenzen. Die verschiedenen Länder und einzelne ausländische Universitäten lassen sich nach der Höhe der Studiengebühren, den Lebenshaltungskosten und den voraussichtlichen monatlichen Gesamtkosten vorsortieren und anzeigen. Auf der Seite „Weltkarte“ können einzelne Studienziele direkt angewählt werden. Kurze Länderporträts informieren über die dortigen Studienmöglichkeiten und verweisen auf weitere Recherchequellen im Internet.

Die Seiten bieten zudem kurze Antworten zu den wichtigsten Fragen zur Finanzierung eines Auslandtrips, unter anderem mit Hinweisen und Links zu Themen wie Auslandsbafög und Studienkredite. Zu finden ist das kostenlose Angebot unter www.che-consult.de

18 Juni 2010

Sprachcafé: In gemütlicher Runde Sprachen lernen

Sich in entspannter Atmosphäre auf Englisch, Spanisch oder Französisch unterhalten und über kulturelle Irrtümer und Kuriositäten austauschen – das ist die Idee des Sprachcafés. Das Projekt „The Language Café“ von der Universität Southampton, Großbritannien, erhielt im Mai den „Europäischen Award für Lebenslanges Lernen“. Das Projekt wurde von der Jury für seinen innovativen Ansatz ausgezeichnet, Sprachen in entspannter Umgebung zu fördern und dabei Menschen jeder Altersstufe und sozialen Hintergrundes anzusprechen.

Bisher wurden in acht europäischen Ländern 29 solcher Cafés realisiert. Dazu gehören Belgien, Großbritannien, Lettland, Litauen, Österreich, Schweden, Türkei und Ungarn. In den Cafés treffen sich Menschen unterschiedlichsten Alters, um auf Sprachinteressierte zu treffen und ganz nebenbei ihre Konversation in der jeweiligen Sprache aufzufrischen und zu verbessern. Die Sprachcafés finden sich in Kaffeehäusern, aber auch in Kinos, Buchhandlungen, Bibliotheken und online.

Auf der Website des Sprachcafé finden sich unter anderem Ansprechpartner für das jeweilige Land, die verschiedenen Cafés mit Adressen sowie Geschichten von Teilnehmern.

Weitere von der EU geförderte Erfolgsstories zum Thema können im Booklet „Education and Training for Social Inclusion: Success Stroies“ (PDF) nachgelesen werden.

Mit Sprachlern-Community Hörverständnis verbessern

Ebenso wichtig wie Grammatik und Vokabeln sind beim Fremdsprachenlernen die Schulung des Hörverständnisses und das Gefühl für die richtige Aussprache und Betonung. Unschätzbar ist dabei die Hilfe von Muttersprachlern. Hier setzt die Online-Sprachlern-Community RhinoSpike an. Sie will Menschen aus aller Welt zusammenbringen, die sich gegenseitig einzelne Wörter oder ganze Texte in ihrer jeweiligen Muttersprache vorlesen.

Die Nutzer haben auf der Webseite die Möglichkeit, Texte einzureichen, die sie gerne in einer bestimmten Sprache hören möchten. Die Community-Mitglieder mit der jeweiligen Muttersprache sind dann dazu aufgerufen, den Text einzusprechen und als Audiodatei zur Verfügung zu stellen. Alle Anfragen landen jedoch erst einmal in einer Warteschleife. Reagiert man auf die Wünsche anderer und spricht selbst Texte in seiner Muttersprache ein, rutschten eigene Anfrage in der Warteliste weiter nach vorne.

Bereits beantwortete Anfragen stehen allen Nutzern zur Verfügung und können nach Sprache sortiert durchforstet und nachgehört werden. Alle Aufnahmen stehen zudem im mp3-Format zum Herunterladen bereit. Zahlreiche Sprachen sind bereits vertreten, ganz vorne liegen Englisch und Japanisch, gefolgt von Spanisch und Deutsch.

Um den Service nutzen zu können ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Zu finden ist die Website unter www.rhinospike.com.

11 Juni 2010

Unterstützung für Sprachcamp gesucht

Das LEOlingo Sprachcamp sucht noch Betreuer für Französischcamps in Schwerin und an der Ostsee. Gesucht werden junge Französinnen und Franzosen zwischen 20 und 25 Jahren, die Lust haben, diesen Sommer im Camp zu arbeiten. Die Betreuer gestalten für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren ein buntes Ferienprogramm aus Sport, Spiel, Basteln, Theater und Musik - natürlich alles in der Muttersprache. Bewerbungsfrist ist der 16. Juni.

Bewerbungen und Fragen können an goerner@leo-lingo.de geschickt werden. Weitere Informationen zum Sprachcamp gibt es unter: www.leo-lingo.de

Fußball-Wortschatz zur WM

Heute startet die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Zum Auftakt möchte das SprachenNetz auf eine kleine Vokabelhilfe hinweisen: Ob Abseits, empedido (Brasilianisch) oder fuori gioco (Italienisch) - unter www.fussballwortschatz.de lassen sich die wichtigsten Begriffe zum Thema Fußball nachlesen und anhören. Insgesamt stehen folgende Sprachen zur Verfügung: Albanisch, Portugiesisch für Brasilien, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch und Ungarisch.

Quelle: Sprachenlernen24

25 Mai 2010

„Verbotene Liebschaften, kleine Sehnsüchte, große Träume“ – Türkische Filmwoche Berlin

In den vergangenen Jahren hat sich am Bosporus eine Filmindustrie entwickelt, die auf internationalen Festivals im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht: Auf der diesjährigen Berlinale beispielweise ging der „Goldene Bär“ an Semih Kaplanoğlus „Honig (Bal)“. Am 4. Juni ist „Honig“ auch auf der Türkischen Filmwoche Berlin zu sehen. Vielfältige Einblicke in das Schaffen türkischer Filmemacher bietet das Festival vom 3. bis 12. Juni in den Kinos Babylon-Kreuzberg, Broadway und Cinéma Paris. Eröffnet wird es mit der deutsch-türkischen Koproduktion „Takije – Im Gottes Namen“, welche die Geschichte eines Familiendramas vor dem Hintergrund krimineller und terroristischer Machenschaften erzählt.

Auf der 8. Filmwoche stehen persönliche Geschichten im Vordergrund, die von verbotenen Liebschaften, Freundschaften, kleinen Sehnsüchten, großen Träumen und anderen Herzenssachen berichten. Über rasante Komödien bis hin zu nachdenklichen oder bewusst kantigen Reflektionen, von ausgeklügelten Bilddramaturgien bis zur Fernseh-Soap wird interessierten Cineasten türkisches Kino geboten. Insgesamt werden 17 Filme gezeigt, darunter auch der viel besprochene Film „Die Fremde“. Für die Rolle der Deutschtürkin Umay, die aus der Enge ihrer Ehe in Istanbul ausbricht und mit ihrem 5-jährigen Sohn nach Berlin flieht, wurde Hauptdarstellerin Sibel Kekelli dieses Jahr mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Eine weitere deutsch-türkische Koproduktion ist die Vorpremiere des Regiedebüts von Asli Özge, "Men on the Bridge".

Am Eröffnungsabend der diesjährigen Türkischen Filmwoche Berlin, wird Kirsten Niehuus, Filmförderungs-Geschäftsführerin des Medienboard Berlin-Brandenburg, mit dem Ehrenpreis der Türkischen Filmwoche Berlin, der alle zwei Jahre vergeben wird, ausgezeichnet. Niehuus habe sich durch die Initiierung des deutsch-türkischen Koproduktionstreffens darum verdient gemacht, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei im Filmbereich intensiver geworden ist.

Mehr zum Programm der 8. Türkischen Filmwoche unter: www.tuerkischefilmwoche-berlin.de

20 Mai 2010

Vielfalt und Integration an Schulen

"Inclusion and Diversity in Education" (INDIE) heißt das europaweite Projekt des British Council, welches sich mit den Herausforderungen für Schulen angesichts steigender Zahlen von Schülern aus Migrantenfamilien beschäftigt. Das Besondere: Den Schülern selbst wurde eine Stimme gegeben. Sie wurden dazu aufgefordert, eigene Ideen und Lösungsansätze für eine bessere Integration an Schulen einzubringen. Mit Hilfe des Projekts wurden laut eigener Aussage bisher unter anderem Unterrichtsreihen zum Thema auf die Beine gestellt, regelmäßige Veranstaltungen rund um Vielfalt in der Schule realisiert oder Reformen in Schulbehörden angestoßen.

Am 12. Mai trafen sich Delegationen aus den am INDIE-Projekt beteiligten elf Ländern und Regionen im Europäischen Parlament in Brüssel, um einerseits Leitlinien für die Integrationspraxis in Schulen zu präsentieren und andererseits die Ergebnisse einer British Council-Schülerumfrage vorzustellen. Bei der Studie wurden 14- bis 16-jährige Schüler mit und ohne Migrationshintergrund danach gefragt, wie sie ihren Alltag in der Schule und zuhause erleben, ob und wie sie sich eventuell diskriminiert fühlen und welche Schritte dagegen am wirkungsvollsten sein können. Die Ergebnisse zeigen, dass es international sehr große Unterschiede bei den Gründen dafür gibt, warum Schüler sich ausgeschlossen fühlen oder sich übereinander lustig machen. Derzeit ist eine Präsentation der Umfrage sowie die Leitlinien auf den Seiten des Projekts zusammengefasst zu finden.

Die Praxis-Leitlinien repräsentieren die gesamte Erfahrung aus den drei Jahren der internationalen Projektarbeit an 47 Schulen in elf Ländern und Regionen Europas. Das Ziel dieser Guideline ist es, Schulleitern der teilnehmenden Ländern Hilfestellung zu geben mit konkreten Vorschlägen und Beispielen, um die Integration an Schulen zu verbessern.

18 Mai 2010

Fußball-WM in Südafrika – Fanjubel und Emotionen in vielen Sprachen

Die Fußballweltmeisterschaft rückt immer näher: Schon am 11. Juni ist Anpfiff für das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber Südafrika und Mexiko. Die nach den Olympischen Spielen bedeutendste Sportveranstaltung der Welt versammelt auch in diesem Jahr wieder Spieler und Fans aus den verschiedensten Nationen und kulturellen Hintergründen – und natürlich mit den unterschiedlichsten Sprachen. Das Internetangebot Lehrer Online hat zur Fußball-WM eine umfangreiche Linkliste zusammengetragen, die unter anderem interessante Seiten zum Thema Sprachen und Fußball enthält.

Englisch hat sich als Lingua franca auch im Fußball durchgesetzt. Hier einige Highlights zum englischen Sprachgebrauch während der WM:

  • Um mit englischsprachigen Fußballfans einfacher fachsimpeln zu können, lohnt ein Blick auf die Seiten von About.com. Hier wird ein umfangreiches deutsch-englisches Glossar zu zahlreichen Begrifflichkeiten aus der Fußballwelt angeboten, zu finden unter german.about.com/library/blsport_fussb.htm
  • Mit welchen kurzen englischen Begrifflichkeiten sich Fußballspieler aus aller Welt auf dem Spielfeld verständigen zeigt diese Internetseite: www.privatecoaches.com