23 Juni 2010

Barrierefreie Fußball-Weltmeisterschaften

Untertitel und Audio-Deskription bieten Hör- und Sehgeschädigten den Zugang zu audiovisuellen Medien und damit die Möglichkeit zum Eintauchen ins Fußballfieber. Um auch blinden und sehbehinderten Fußballfans echtes Live-Feeling zu vermitteln, werden im österreichischen Fernsehen alle WM-Spiele als Audio-Deskription präsentiert. Seit zwei Jahren gibt es in Österreich die Initiative "Audio-Deskription". Der Sportreporter Martin Zwischenberger hat das Projekt gemeinsam mit dem Datentechniker Michael Kastelic ins Leben gerufen. Mit der Audio-Deskription versuchen die Kommentatoren den Menschen Bilder des Spiels in den Kopf zu zaubern. Die Herausforderung für die Kommentatoren liegt in den Details: das Geschehen und die räumlichen Gegebenheiten - der Zugang zu all diesem sollte hergestellt werden.

Für gehörlose und schwerhörige Menschen untertitelt der ARD-Text alle WM-Übertragungen. Dabei liefert der Untertitel sämtliche Informationen zum Spiel, die sonst der Kommentator im Stadion den Zuschauern vermittelt. Seit der Fußball-WM 2006 setzt die ARD bei der Untertitelung eine Software zur Spracherkennung ein: Der Redakteur spricht seinen Text in ein Mikrofon und der Computer wandelt den Ton in einen geschriebenen Text um, der als zweizeiliger Untertitel unten im Fernsehbild empfangen werden kann. Vorausgesetzt, der Zuschauer hat seinen Videotext eingeschaltet und die Tafel 150 angewählt. Einen Haken hat das Spracherkennungsprogramm jedoch: Es wurde vom Programmierer nur mit einem Grundwortschatz gefüttert. Wörter wie "Eckfahne", "Mittelkreis" oder die lautstarke Plastiktröte "Vuvuzela" müssen vor der Übertragung noch dem Computer beigebracht werden.

Audio-Deskriptionen zum Nachhören auf www.datamatix.at/Audio/

22 Juni 2010

Online-Magazin zum Studium in Australien: neue Ausgabe erschienen

Das Institut Ranke-Heinemann, die europäische Niederlassung des Verbundes australischer Hochschulen IDP, hat eine neue Ausgabe des Magazins Down UNIder veröffentlicht. Das kostenlose Online-Magazin informiert bietet Wissenswertes rund um einen Studienaufenthalt in Australien und Neuseeland.

Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe:
Australien forscht: Erfindungen vom fünften Kontinent; Nebenjobs in Down Under; Das Stipendiaten-Interview: Aus dem nass-kalten Ingolstadt ins sonnige Queensland; Uniportrait: The University of Auckland sowie Aussie Slang: eine Einführung für Anfänger.

Die Ausgabe 2010 sowie alle bereits früher erschienen Magazine sind zu finden unter: www.ranke-heinemann.de/australien/magazin.php

Studium: Translationswissenschaften in Saarbrücken

Gut ausgebildete Übersetzer und Dolmetscher werden in Europa in der Industrie, der Wirtschaft oder in internationalen Einrichtungen wie beispielsweise dem Europäischen Parlament gesucht. Um diesen Bedarf zu decken, führt die Universität des Saarlandes nach dem Bachelor „Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Translation“ (VSLT) zum kommenden Wintersemester den konsekutiven Master Translationswissenschaft ein.

Der neue Master bietet eine Kombination aus wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen, übersetzungspraktischen Übungen und berufsbezogenen Projektarbeiten. Die Studierenden lernen neben Vokabeln, Grammatik oder Hörverstehen vor allem, wie Texte professionell übersetzt, bei Konferenzen gedolmetscht oder ein Übersetzungs-Projekt gemanagt wird. Voraussetzung für den Master ist ein Bachelor oder ein vergleichbarer Abschluss. Studiert werden zwei Sprachen. Deutsche Muttersprachler können zwischen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch wählen. Für französische Muttersprachler werden die Sprachen Englisch und Deutsch angeboten. Eine Bewerbung für den Master Translationswissenschaft ist noch bis zum 15. Juli möglich. Bei der Wahl des Schwerpunktes Konferenzdolmetschen muss bis zum 28. Juni ein Antrag auf die Eignungsprüfung gestellt werden.

Weitere Informationen zum Studiengang und Zugangsvoraussetzungen auf den Seiten der Universität des Saarlandes.

21 Juni 2010

Was kostet das Studium im Ausland? Der „Ländercheck“ hilft weiter

Wer nicht nur ein Semester, sondern ein komplettes Studium im Ausland absolvieren will, ist früher oder später mit der Frage nach den Kosten konfrontiert. Eine erste Orientierungshilfe will der Online-Ländercheck vom Centrum für Hochschulentwicklung, CHE, leisten. Der Service richtet sich an Abiturienten und Studienanfänger, also an all diejenigen, die für ein Studium mit dem Ziel des Bachelorabschlusses ins Ausland möchten. Nach eigenen Angaben möchte die Seite helfen das Vorurteil abzubauen, dass ein Studium im Ausland unbezahlbar sei. Dazu bietet sie einen ersten Überblick zu den tatsächlichen Kosten.

Im Bereich „Persönlicher Ländercheck“ können die Besucher die Suche nach dem passenden Zielland eingrenzen. Die verschiedenen Länder und einzelne ausländische Universitäten lassen sich nach der Höhe der Studiengebühren, den Lebenshaltungskosten und den voraussichtlichen monatlichen Gesamtkosten vorsortieren und anzeigen. Auf der Seite „Weltkarte“ können einzelne Studienziele direkt angewählt werden. Kurze Länderporträts informieren über die dortigen Studienmöglichkeiten und verweisen auf weitere Recherchequellen im Internet.

Die Seiten bieten zudem kurze Antworten zu den wichtigsten Fragen zur Finanzierung eines Auslandtrips, unter anderem mit Hinweisen und Links zu Themen wie Auslandsbafög und Studienkredite. Zu finden ist das kostenlose Angebot unter www.che-consult.de

18 Juni 2010

Sprachcafé: In gemütlicher Runde Sprachen lernen

Sich in entspannter Atmosphäre auf Englisch, Spanisch oder Französisch unterhalten und über kulturelle Irrtümer und Kuriositäten austauschen – das ist die Idee des Sprachcafés. Das Projekt „The Language Café“ von der Universität Southampton, Großbritannien, erhielt im Mai den „Europäischen Award für Lebenslanges Lernen“. Das Projekt wurde von der Jury für seinen innovativen Ansatz ausgezeichnet, Sprachen in entspannter Umgebung zu fördern und dabei Menschen jeder Altersstufe und sozialen Hintergrundes anzusprechen.

Bisher wurden in acht europäischen Ländern 29 solcher Cafés realisiert. Dazu gehören Belgien, Großbritannien, Lettland, Litauen, Österreich, Schweden, Türkei und Ungarn. In den Cafés treffen sich Menschen unterschiedlichsten Alters, um auf Sprachinteressierte zu treffen und ganz nebenbei ihre Konversation in der jeweiligen Sprache aufzufrischen und zu verbessern. Die Sprachcafés finden sich in Kaffeehäusern, aber auch in Kinos, Buchhandlungen, Bibliotheken und online.

Auf der Website des Sprachcafé finden sich unter anderem Ansprechpartner für das jeweilige Land, die verschiedenen Cafés mit Adressen sowie Geschichten von Teilnehmern.

Weitere von der EU geförderte Erfolgsstories zum Thema können im Booklet „Education and Training for Social Inclusion: Success Stroies“ (PDF) nachgelesen werden.

Mit Sprachlern-Community Hörverständnis verbessern

Ebenso wichtig wie Grammatik und Vokabeln sind beim Fremdsprachenlernen die Schulung des Hörverständnisses und das Gefühl für die richtige Aussprache und Betonung. Unschätzbar ist dabei die Hilfe von Muttersprachlern. Hier setzt die Online-Sprachlern-Community RhinoSpike an. Sie will Menschen aus aller Welt zusammenbringen, die sich gegenseitig einzelne Wörter oder ganze Texte in ihrer jeweiligen Muttersprache vorlesen.

Die Nutzer haben auf der Webseite die Möglichkeit, Texte einzureichen, die sie gerne in einer bestimmten Sprache hören möchten. Die Community-Mitglieder mit der jeweiligen Muttersprache sind dann dazu aufgerufen, den Text einzusprechen und als Audiodatei zur Verfügung zu stellen. Alle Anfragen landen jedoch erst einmal in einer Warteschleife. Reagiert man auf die Wünsche anderer und spricht selbst Texte in seiner Muttersprache ein, rutschten eigene Anfrage in der Warteliste weiter nach vorne.

Bereits beantwortete Anfragen stehen allen Nutzern zur Verfügung und können nach Sprache sortiert durchforstet und nachgehört werden. Alle Aufnahmen stehen zudem im mp3-Format zum Herunterladen bereit. Zahlreiche Sprachen sind bereits vertreten, ganz vorne liegen Englisch und Japanisch, gefolgt von Spanisch und Deutsch.

Um den Service nutzen zu können ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Zu finden ist die Website unter www.rhinospike.com.

11 Juni 2010

Unterstützung für Sprachcamp gesucht

Das LEOlingo Sprachcamp sucht noch Betreuer für Französischcamps in Schwerin und an der Ostsee. Gesucht werden junge Französinnen und Franzosen zwischen 20 und 25 Jahren, die Lust haben, diesen Sommer im Camp zu arbeiten. Die Betreuer gestalten für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren ein buntes Ferienprogramm aus Sport, Spiel, Basteln, Theater und Musik - natürlich alles in der Muttersprache. Bewerbungsfrist ist der 16. Juni.

Bewerbungen und Fragen können an goerner@leo-lingo.de geschickt werden. Weitere Informationen zum Sprachcamp gibt es unter: www.leo-lingo.de

Fußball-Wortschatz zur WM

Heute startet die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Zum Auftakt möchte das SprachenNetz auf eine kleine Vokabelhilfe hinweisen: Ob Abseits, empedido (Brasilianisch) oder fuori gioco (Italienisch) - unter www.fussballwortschatz.de lassen sich die wichtigsten Begriffe zum Thema Fußball nachlesen und anhören. Insgesamt stehen folgende Sprachen zur Verfügung: Albanisch, Portugiesisch für Brasilien, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch und Ungarisch.

Quelle: Sprachenlernen24