13 November 2007

"Reisefieber Kompakt" verlost Russland-Reise: Live-Sendung von der Expolingua Berlin

Radiomultikulti vom Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) sendet am Sonntag, dem 18. November, von 13:00 bis 15:00 Uhr live von der Expolingua Berlin. Moderator Ulf Hoffmann führt durch die Sendung Reisefieber Kompakt. Anlässlich der Gastsprache Russisch auf der internationalen Sprachenmesse wird im Reisefieber eine Sprachreise nach Russland verlost. Ziel der Reise ist Sankt Petersburg.

Viel Musik und Informationen zum Reiseziel St. Petersburg umrahmen die fünf kniffeligen Reisefieber-Rätsel, die in diesen zwei Stunden zu hören sind. Der Gewinner kann sich auf zwei Wochen Sprachurlaub in St. Petersburg freuen. Wahlweise wird in einer Gastfamilie oder in einem Hotel übernachtet. Die Schule liegt in der Innenstadt und wird auch von Russen besucht, die beispielsweise Englisch und Deutsch lernen, so dass die gelernten Vokabeln bei einem Gespräch sofort angewendet werden können.

Um die Reise antreten zu können, müssen alle fünf Reisefieber-Fragen richtig beantwortet werden, etwas Glück sollte auch dabei sein. Die Fragen finden Sie gleich nach der Sendung auf der Radiomultikulti-Seite.

Sonderheft "Sprachen lernen" der Stiftung Warentest

Wer heute Sprachen lernen will, hat eine große Auswahl an oft teuren Sprachkursen im In- und Ausland, an Lernmedien und Fernlehrgängen. Die Stiftung Warentest hat diesen großen Markt für die Sprachen Englisch und Spanisch getestet und bringt, pünktlich zur Expolingua, das Test-Spezial "Sprachen lernen. Englisch & Spanisch. Die besten Kurse" (7,50 Euro) heraus.

Ein Jahr waren mehr als 120 verdeckte Tester für die Stiftung Warentest im Einsatz und haben Sprachreisen nach Málaga und Malta, Bournemouth und Barcelona unternommen, bundesweit Englisch- und Spanischkurse besucht, zu Hause in Fernkursen gelernt und am Computer Programme für Wirtschaftsenglisch ausprobiert. Alle Testergebnisse finden sich im neuen Sonderheft.

Außerdem antworten im Test-Spezial "Sprachen lernen" zwei Experten zum Thema Interkulturelle Kompetenz und erklären, worauf Deutsche im englisch- und spanischsprachigen Ausland achten müssen. Weiterhin gibt es viele Lerntipps, Übersichtstabellen zu Sprachzertifikaten und - für diejenigen, die sich im Ausland bewerben wollen - Musterbewerbungen und Lebensläufe auf Englisch und Spanisch.

Die Stiftung Warentest ist auf der Expolingua Berlin am Stand 42 vertreten.

Mehr unter www.test.de.

Abschluss des "Jahres der russischen Sprache 2007"

Die offizielle Abschlussveranstaltung zum weltweiten "Jahr der Russischen Sprache" findet auf der Expolingua Berlin statt. Während einer Festveranstaltung am 16. November um 17:00 Uhr im Großen Saal des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur werden die Sieger verschiedener Wettbewerbe zur russischen Sprache ausgezeichnet und Bürger der Bundesrepublik Deutschland mit der Puschkin-Medaille geehrt. Die Veranstaltung wird in russischer Sprache mit deutscher Übersetzung stattfinden.

Mit der Umsetzung der Initiative in Deutschland wurde das Russische Haus für Wissenschaft und Kultur betraut. In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Forum und einer Vielzahl regionaler Initiativen wurden zahlreiche Veranstaltungen, wie internationale Konferenzen und Weiterbildungen sowie Wettbewerbe zur russischen Sprache, durchgeführt.

Russisch ist in diesem Jahr zugleich Gastsprache auf der Expolingua Berlin. An den drei Messetagen erwarten die Messebesucher verschiedene Fachvorträge, Workshops und Spiele zur russischen Sprache. Im Messebereich präsentieren sich Verlage, Sprachinstitute, Kultureinrichtungen aus der Russischen Föderation.

Weitere Informationen zum "Jahr der Russischen Sprache" gibt es hier.

Sonntag ist Filmtag auf der Expolingua Berlin

Der Sonntag ist den Filmen auf der Expolingua Berlin reserviert. Mit Trickfilmklassiker ist die Gastsprache Russisch im Filmprogramm vertreten. "Hase und Wolf" (RU, 1978-79) heißt die bekannte und bereits Kult gewordene Trickfilmreihe, in welcher sich die beiden Kontrahenten abenteuerliche Verfolgungsjagden liefern. Der Film läuft im russischen Original am Sonntag, dem 18. November, ab 11:30 Uhr im Kleinen Saal.

Neuseeland ist neben Australien Gastland der Expolingua und mit zwei Filmen vertreten. Die Dokumentation "Regions of New Zealand"
(NZ, 2006) lässt die Messebesucher die vielseitige Landschaft Neuseelands erleben. Ab 13:30 Uhr wird der Spielfilm "Whale Rider" (NZ, 2002) gezeigt. Der erfolgreichste neuseeländische Film aller Zeiten gibt Einblicke in die kulturelle Vielfalt der dort lebenden Ureinwohner.

Anschließend läuft "The Long Walk Home" (AUS, 2002). Der mehrfach preisgekrönte Film des australischen Regisseurs Phillip Noyce beschreibt die Flucht zweier Schwestern und ihrer Kusine aus einem staatlichen Erziehungsheim und ihre anschließende wochenlange und strapaziöse Wanderung durch das australische Outback.

Beide Spielfilme sind in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln zu sehen.

Wer noch einmal einen Blick auf das Kulturprogramm der Expolingua werfen möchten, schaut am besten unter folgendem Link auf die Internetseite: www.expolingua.com.

"Dinglish"-Nachhilfe: Live-Lesung mit Gayle Tufts auf der Expolingua Berlin

Ein kulturelles Highlight der 20. Expolingua Berlin ist ein Gastauftritt von Starentertainerin Gayle Tufts am Messesamstag, dem 17. November. Die Erfinderin des "Dinglish", einer Mischung aus Deutsch und der Muttersprache der Künstlerin, wird mit Ausschnitten aus ihrem Programm "Miss Amerika" auftreten.

"Miss Amerika" ist der Titel ihres zweiten Buches, mit dem sie auf Lese-Tournee durch Deutschland und die Schweiz unterwegs ist. Mit einer Performance aus Lesung und Liedern über die grotesken, komischen und schönen Seiten des Lebens einer Amerikanerin in Deutschland unterhält Tufts in ganz besonderer Weise. Die Frankfurter Rundschau nennt es "eine bezaubernde Mischung aus Eigenwillen, Esprit und Anpassungs-Renitenz". "Eine der besten Entertainerinnen in Deutschland", sagt "Der Spiegel".

Gayle Tufts ist Sängerin, Schauspielerin, Autorin und Stand-up Comedian und vereint in ihrer Arbeit mindestens zwei Sprachen und verschiedenste Genres. Auf amüsante und sympathische Weise reflektiert "Miss Amerika" die kulturellen Besonderheiten von Deutschland und den USA.

Am Sonnabend, dem 17. November, tritt Gayle Tufts um 16 Uhr im Großen Saal des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur auf.

Weitere Informationen unter www.gayle-tufts.de.

27 Oktober 2007

Internationale Erfahrungen sammeln? Ja, aber von zu Hause!

Sind internationale Erfahrungen für Studierende nur durch Auslandspraktika oder einen Studienabschnitt im Ausland zu erwerben? Nein: Der Prozess der Internationalisierung im Studium spielt sich ebenso an einheimischen Universitäten und Fachhochschulen ab; auch zu Hause lassen sich Internationalität und interkulturelle Erfahrungen erwerben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) durchgeführte Studie.

Die Auslandsmobilität von Studierenden steht schon längere Zeit immer wieder im Fokus der Forschung. Dagegen gibt es kaum Befunde zu den Möglichkeiten, auch an deutschen Hochschulen internationale Erfahrungen zu sammeln - sei es durch Kontakt mit Kommilitonen aus anderen Ländern, mit ausländischen Lehrenden oder durch fremdsprachige Seminare und Vorlesungen. Die HIS-Studie hat erstmals dieses Potenzial untersucht.

Die Ergebnisse zeigen die großen Chancen auf, die aus einer internationalen Ausrichtung für die Lehre erwachsen: Das "Internationalisierungs-Potenzial" an deutschen Hochschulen wird stark unterschätzt. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse aber auch, dass die bestehenden Möglichkeiten noch nicht genügend erschlossen sind.

Die Studie ist im neuesten HIS Magazin 4/2007 als pdf kostenlos erhältlich. Zur Studie >>

Sprachlernprogramme sind Favoriten bei Lernsoftware

Laut des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) wird der Umsatz mit Lernsoftware im laufenden Jahr in Deutschland um voraussichtlich 16 Prozent steigen. Grundlage der Prognose ist eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Bitkom. Am stärksten gefragt sind dabei Sprachlernprogramme mit einem Marktanteil von 37 Prozent. Es folgen allgemeine Lernprogramme für Kinder sowie naturwissenschaftliche Themen und Training für Computerkenntnisse.

"Interaktive Software hat sich heute bereits als neue Form des Lernens bei vielen Kindern und Erwachsenen etabliert", sagte Bitkom-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer. Die positive Entwicklung setze sich fort und das computergestützte Lernen habe ein großes Potenzial.

Zur unternehmensinternen Aus- und Weiterbildung seien Lernsoftware und E-Learning bereits weit verbreitet, wobei ein wesentlicher Treiber dabei der Trend zum lebenslangen Lernen ist. Wie die Studie zeigt, wird gerade das Sprachenlernen durch die Möglichkeit räumlich und zeitlich unabhängig, sei es am Arbeitsplatz oder am PC daheim, immer attraktiver.

Lernsoftware und E-Learning-Programme für Aus- und Weiterbildung in Unternehmen und Organisationen sind unter anderem Thema der kommenden Online Educa Berlin. Die weltweit größte internationale E-Learning-Konferenz findet vom 28. bis 30. November 2007 in Berlin statt. Begleitend zur Konferenz gibt es eine Fachmesse mit über 100 internationalen Ausstellern. Vorgestellt werden neueste Lerntechnologien, Soft- und Hardware, Learning und Content Management Systeme und vieles mehr. Der Eintritt ist für Fachbesucher frei. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.online-educa.com.


Neue CHE-Studie: Was Deutschland von China lernen kann

Das Centrum für Hochschulentwicklung CHE legt im Oktober eine Studie zum Bildungs- und Hochschulsystem in China vor. Hochschulbildung in China ist derzeit einem dramatischen Wandel unterworfen. Stark ansteigende Studierendenzahlen, boomende Hochschulen und hohe Investitionen in die Elitebildung kennzeichnen das Bild.

Auf der anderen Seite steht China aufgrund der Ein-Kind-Politik ein ebenso gewaltiger demographischer Wandel bevor, der erheblichen Einfluss auf die Hochschullandschaft haben wird. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Massenausbildung und Bemühen um Exzellenz findet sich - in anderen Dimensionen - auch in Deutschland wieder. Auf eine Phase mit einem erheblichen Anstieg der Studierendenzahlen bis 2020 wird eine Zeit rückläufiger Zahlen folgen, in der sich die Hochschulen neu positionieren müssen. In weitaus stärkerem Maße werden sie darauf angewiesen sein, Studierende aus dem Ausland zu rekrutieren.

Die Entwicklungen sind so beeindruckend wie herausfordernd: so ist die Zahl der Studierenden von weniger als vier Millionen 1990 auf mehr als 20 Millionen in 2005 angestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich die Studiengebühren von 18 Euro im Jahr 1989 auf derzeit 450 Euro. Auch ist die Zahl der Studierenden im Ausland von 40 000 auf 120 000 zwischen 2000 und 2005 gestiegen. Und von den mehr als zehn Millionen Studierwilligen können heute nur 5,6 Millionen einen Studienplatz bekommen.

Ebenso eindrucksvoll wie die Studierendenstatistik ist die Politik der chinesischen Regierung, der breiten Masse Studienmöglichkeiten zu bieten und gleichzeitig die Eliteförderung zu forcieren. Daher beschäftigt sich das Arbeitspapier mit den beiden Reformprojekten "Projekt 211" und "Projekt 985", die der Förderung der Exzellenz in China gewidmet sind. 6,4 Prozent der jährlichen Ausgaben für den Hochschulsektor werden zusätzlich in diese Projekte investiert.

In wenigen Jahrzehnten werden in China ähnlich wie Deutschland über 30 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein. Daher spielt die Frage des "lebenslangen Lernens" eine zunehmende Rolle. In der Studie werden auch erste Überlegungen der chinesischen Regierung zum Umgang mit den demographischen Herausforderungen der Zukunft dargestellt.

Das Arbeitspapier "Higher Education in China in the light of massification and demographic change. Lessons to be learned for Germany" bietet einen Überblick über das gesamte Bildungssystem Chinas einschließlich der Erwachsenenbildung. Es berücksichtigt dabei auch die historischen Entwicklungen in der Hochschulbildung mit ihren wechselnden Orientierungen am westlichen oder sowjetischen Modell. Die Autoren analysieren das aktuelle Hochschulsystem und deren Institutionen sowie die Verteilung der Studierenden und zeigen Probleme und Herausforderungen auf.

Schließlich bietet das Arbeitspapier einige Hinweise, welche Lektionen Deutschland aus der chinesischen Erfahrung lernen könnte und welche Aktivitäten für eine Nutzung der sich abzeichnenden Potenziale ratsam erscheinen. Die Initiative "Neun + Neun", in der neun chinesische und neun deutsche Hochschulleitungen Anfang Oktober in Berlin zu einer deutsch-chinesischen Konferenz zusammen kamen, unterstreicht, wie bedeutsam das Verständnis Chinas auch für die deutsche Hochschullandschaft ist.

Das Arbeitspapier ist in englischer Sprache erschienen und kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Quelle: CHE