13 Mai 2008

Eurotopics, das mehrsprachige Online-Angebot der Bundeszentrale für Politische Bildung, hat eine Materialsammlung zum Thema Mehrsprachigkeit in Europa veröffentlicht. Das Dossier fasst die aktuellen Debatten in europäischen Leitmedien zusammen, berichtet über europapolitische Hintergründe und linkt auf zahlreiche Statements und Presseartikel.


http://www.eurotopics.net

09 Mai 2008

Interkulturelles Social Network in 24 Sprachen gestartet

Mit Babelyou ist ein neues Social Network online gegangen, das auf Völkerverständigung und internationale Vernetzung setzt. Derzeit befindet sich das Portal in der Betatestphase. Aktuell ist die Plattform in 52 Ländern und in 24 Sprachen vertreten. Ein weiterer Ausbau auf über 40 Sprachen und 70 Länder soll etwa zur Jahreshälfte vollzogen sein.

Babelyou bietet Foto- und Video-Uploads, Interessens- und Diskussionsgruppen, Kleinanzeigen und Terminplaner. Über Profile könnten sich Anwender aus verschiedenen Sprach- und Kulturräumen kennen lernen. Darüber hinaus stellt Babelyou ein Portal zur Verfügung, das Anwender beim Erwerb von Fremdsprachen unterstützt. Als nächstes plant das Unternehmen, ein Übersetzungstool in den angebotenen Chat zu integrieren. Der Zugang zu Babelyou ist kostenlos.

Babelyou

9. Mai ist Europatag: Tausende feiern kulturelle Vielfalt

Zum 22. Mal feiern Tausende Menschen in der EU Europa und seinen Tag. Die Vertretungen der EU-Kommission und die Informationszentren Europe Direct haben anlässlich dessen in ganz Europa über 500 Veranstaltungen organisiert, um den Europatag zu begehen. Der Tag soll Europa den Bürgern näher bringen. Das Hauptthema ist in diesem Jahr der interkulturelle Dialog - "In Vielfalt geeint".

Rund um den 9. Mai wird zudem bundesweit die Europawoche mit zahlreichen Veranstaltungen durchgeführt. Dazu findet in Sachsen-Anhalt (pdf) beispielsweise das Jugendevent "Europa geht weiter - Dialog der Jugend entlang der Elbe" statt. Auf dem Münchener Marienplatz wird ein buntes Programm unter dem Motto "Europa in Vielfalt geeint -Dialog der Kulturen in München" geboten. Und auch in Berlin stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm (pdf).

Hinweise auf die bundesweiten Veranstaltungen am heutigen Europatag gibt es auch auf der Webseite der Europäischen Kommission.

Quelle: Europäische Kommission in Deutschland

21 April 2008

Krakau erleben: Radiomultikulti sucht Hörerreporter für „Café Krakau“

Wie lebt, liebt und arbeitet die überwiegend junge Bevölkerung im historischen Krakau? Radiomultikulti sucht zwei Hörer, die als Reporter im Juli 2008 drei Tage live über ihre Erlebnisse in der heimlichen Hauptstadt Polens berichten. Interessierte können sich noch bis zum 18. Mai 2008 bewerben.

Nach Istanbul und Sarajevo ist Krakau die dritte Stadt, die Radiomultikulti einem Metropolentest unterzieht. „Wir befassen uns mit allen Facetten des multikulturellen Lebens“, so Radiomultikulti-Chefredakteurin Ilona Marenbach. „Dabei widmen wir uns auch immer wieder dem Verhältnis von Polen und Deutschen. Das geschieht jedoch meist aus unserer Berliner Perspektive. Für drei Tage unternehmen wir nunmehr einen Perspektivenwechsel.“

Die Radiomultikulti-Hörerreporter treffen vom 7. bis 11. Juli 2008 Musiker, Politiker, Wissenschaftler, tauchen in das Krakauer Nachtleben ein, lernen polnisch, besuchen Clubs, alte Fabriken und neue Agenturen, testen den Nahverkehr und die polnische Küche.

Interessierte finden auf der Radiomultikulti-Homepage www.multikulti.de den Bewerbungsbogen. Weitere Informationen direkt bei Radiomultikulti: Hörerreporter Krakau, Masurenallee 8 – 14, 14057 Berlin, per Fax: (030) 97 99 3-35049, E-Mail: multikulti-online@rbb-online.de

17 April 2008

Sprachenvielfalt wird als Stärke der Europäischen Union angesehen

Durch mehr Mobilität innerhalb der Europäischen Union kommen Bürger und Unternehmen in ihrem Alltag mit immer mehr Sprachen in Berührung. Die Europäische Kommission setzt sich mit vielfältigen Maßnahmen für die Förderung des Sprachenerwerbs und der sprachlichen Vielfalt ein. Doch wie stehen die EU-Bürger überhaupt zu diesem Thema? Zwischen dem 14. September und dem 15. November 2007 hat die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation durchgeführt, um in Erfahrung zu bringen, was denn die Bürger über die Sprachenpolitik denken.

Laut der Umfrage sind mehr als 96 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die europäischen Politiker der Sprachenvielfalt besondere Aufmerksamkeit widmen müssen und dass Sprachkenntnisse sowohl für ihren Alltag als auch für ihr Berufsleben von Bedeutung sind. Sie sind weiterhin der Meinung, dass die wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Sprachenerwerb ein frühzeitiger Lernbeginn sowie die unmittelbare Erfahrung des Landes der Zielsprache sind. Die meisten Menschen halten die sprachliche Vielfalt der EU für eine Stärke, die es zu bewahren gilt.

An der Befragung beteiligten sich 2 419 Bürger innerhalb und außerhalb der Union, wobei auch eine beträchtliche Anzahl von Beiträgen aus anderen Kontinenten einging. Insgesamt repräsentierten die Teilnehmer 57 Muttersprachen, darunter auch zahlreiche Regional und Minderheitensprachen. Die rege Beteiligung von Privatpersonen an der Befragung zeige, so die Sachverständigen, dass das Thema Sprachen in Europa den Menschen sehr am Herzen liegt. Die Mehrsprachigkeit scheint im Europa von heute eine Realität zu sein.

Zu den Ergebnissen:

http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/consult/know_de.html

15 April 2008

Mehrsprachigkeit in den Medien - dank digitaler Technologien

Synchronisation und Untertitelung in den europäischen Medien sind das Thema der Studie "Dubbing and Subtitling Needs and Practices in the European Audiovisual Industry". Die Untersuchung wurde von der Media Consulting Group in Zusammenarbeit mit der Agentur Peacefulfish durchgeführt. Untersucht wurde die jeweilige Situation in den 31 Mitgliedstaaten, die sich an dem von der EU unterstützten Programm MEDIA beteiligen.

Die Studie liefert eine Marktanalyse für Synchronisation und Untertitelung in Europa und geht darüber hinaus auf Fragen des Zugangs zu den Medien für verschiedene Zielgruppen und Mehrsprachigkeit ein. Digitale Technologie könnte einen Beitrag zur Förderung von Mehrsprachigkeit leisten, so die Studie.

Zum Beispiel könnte das Angebot für Fernsehzuschauer durch mehrsprachige Versionen der Sendungen erweitert werden. Sender hätten die Möglichkeit ein Programm in einer synchronisierten und in einer untertitelten Version auszustrahlen. In anderen Fällen könnte der Zuschauer zwischen verschiedenen Sprachen einer untertitelten Version wählen. Um diese Entwicklungen voranzubringen, muss jedoch der Austausch zwischen Forschungsprojekten zur Mehrsprachigkeit und den Medien verstärkt werden, so eine Empfehlung der Wissenschaftler.

Wer sich zu den Themen Untertitelung, Synchronisation, Zugang zu den Medien sowie neueste Technologien in diesem Bereich austauschen möchte, sollte die 7. Languages & The Media, die vom 29. bis 31. Oktober in Berlin stattfindet, nicht verpassen. Auf der Konferenz treffen Medienmacher auf Sprachwissenschaftler, Übersetzer und Anbieter digitaler Sprachtechnologien und tauschen sich über neueste Entwicklungen im Sektor aus. Bis zum 16. Mai können noch Vorschläge für eigene Vorträge eingereicht werden.

Die Studie ist hier nachlesbar.

Mehr Informationen zur Languages & The Media

14 April 2008

Förderwettbewerb "Junge Wege in Europa": Anmeldungen noch bis zum 15. Mai

Seit 1998 bietet der Förderwettbewerb "Junge Wege in Europa" Schüler- und Jugendgruppen aus Deutschland sowie Mittel- und Osteuropa die Möglichkeit, ihre Ideen, Interessen und Zukunftserwartungen in gemeinsamen Projekten zu verwirklichen. Bewerben können sich 13- bis 21jährige Teilnehmer, die gemeinsam einen Projektplan erstellt haben, in dem Idee, Ziele, Ablauf und die Kosten des Projekts aufgeführt sind. Gefördert wurden in den letzten Jahren unter anderem Film- und Ausstellungsprojekte, Bücher, Projekte für den Naturschutz oder für interkulturelle Begegnungen.

Der Wettbewerb ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, der seit 2003 von MitOst e.V. durchgeführt wird. Für das letzte Programmjahr 2008/2009, mit dem die zehnjährige Förderung abgeschlossen wird, stellt die Robert Bosch Stiftung erneut insgesamt 500 000 Euro zur Förderung von Partnerschaftsprojekten zur Verfügung. Bis zum 15. Mai 2008 können sich Schüler- und Jugendgruppen um die Förderung ihrer gemeinsamen Projekte bewerben.

Weitere Informationen

Deutsche ERASMUS-Studierende sind am mobilsten

Die deutschen Studierenden stehen auf Platz eins, wenn es um einen Auslandsaufenthalt im Rahmen des ERASMUS-Programms der Europäischen Union geht. Im Hochschuljahr 2006/2007 absolvierten 23 884 Studierende aus Deutschland in 30 europäischen Ländern einen Teil ihres Studiums mit ERASMUS. Dies ergab eine Auswertung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Aufgabe einer Nationalen Agentur für ERASMUS wahrnimmt.

Seit 1987 hat ERASMUS bereits rund 1,7 Millionen Studierenden, darunter fast 265 000 aus Deutschland, ein Auslandsstudium in inzwischen 31 Teilnahmeländern ermöglicht. 280 deutsche Hochschulen haben sich 2006/2007 an ERASMUS beteiligt. Die beliebtesten Zielländer für deutsche ERASMUS-Studierende waren Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Ab dem Hochschuljahr 2007/2008 wird das ERASMUS-Programm unter dem Dach des neuen EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen (2007 - 2013) mit einem verbesserten Budget fortgeschrieben. Damit sollen bis 2012 die Zahl der ERASMUS-Studierenden auf drei Millionen verdoppelt und die monatlichen Mobilitätszuschüsse schrittweise auf 200 Euro erhöht werden. Im Moment erhalten die deutschen Studierenden für das Auslandsstudium einen monatlichen Zuschuss von durchschnittlich 155 Euro und eine Befreiung von Studiengebühren im Gastland.

Quelle: DAAD