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29 Februar 2012

Forschung für Europas Zukunft

Deutschland und Frankreich investieren verstärkt in Forschung und Innovation. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und ihr französischer Amtskollege Laurent Wauquiez haben im Rahmen des 14. Deutsch-Französischen Ministerrats Maßnahmen zur Vertiefung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Forschung und Technologie beschlossen. Beide Seiten haben sich auf gemeinsame Initiativen verständigt, die in diesem Jahr im Rahmen eines deutsch-französischen Forschungsfonds mit insgesamt rund 27 Mio. € unterstützt werden.

Thematische Schwerpunkte des Maßnahmenplans sind Gesundheit, Biotechnologie, Umweltforschung, Geistes- und Sozialwissenschaften, sowie die strategisch wichtigen Bereiche nichtenergetische Rohstoffe und Höchstleistungsrechner beziehungsweise Grid Computing.

Gefördert werden auch zwei größere sozialwissenschaftliche Vorhaben. Das Gemeinschaftsprojekt "Saisir l'Europe" widmet sich den Schwerpunkten europäischer Sozialstaat, Nachhaltigkeit und urbane Konflikt- und Gewalträume. Außerdem wird das Institut des Sciences politiques de Paris mit dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in einem "gemischten internationalen Zentrum" in Paris zusammenarbeiten, das sich mit den sozialen Folgen der Unsicherheiten einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft befasst.

Mehr zur Forschungskooperation auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

31 Januar 2012

Das Austauschprogramm ERASMUS wird 25

Die Erasmus-Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 250.000 Studierende verbringen im akademischen Jahr 2011/12 einen Teil ihres Studiums im europäischen Ausland. Bis heute haben insgesamt 3 Millionen Studierende ihre Auslandserfahrungen während des Studiums im Rahmen des Erasmus-Programms machen können.

Dieses Jahr wird Erasmus 25 Jahre alt. Unter dem Motto "25 Jahre Erasmus: prägende Erfahrungen – neue Perspektiven“ finden in den Mitgliedsländern zahlreiche Informationsveranstaltungen rund um das Thema Auslandsaufenthalte während der Ausbildungszeit statt.

Doch trotz des Erfolges, sind Änderungen geplant: Insbesondere soll das Konzept des Austauschprogramms vereinfacht werden. Das neue Projekt „Erasmus für Alle“ soll alle bestehenden internationalen und die EU-Programme für Bildung, Jugend und Sport zusammenfassen und vereinheitlichen. Auf diese Weise sollen sowohl Kosten eingespart und die Beantragung erleichtert werden.

„Erasmus ist unser bekanntestes und beliebtestes Programm“ bestätigt die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige Kommissarin, Androulla Vassiliou: „In vielen Ländern übersteigt die Nachfrage nach Programmplätzen die verfügbaren Ressourcen bei Weitem.“

Europa: Videowettbewerb

Unter dem Motto “Be creative and show us what Europe means to you!” findet die alljährliche European Economic and Social Committee Video Challenge statt. Jedes Jahr können junge Menschen aus ganz Europa in ihren Videobeiträgen zeigen, wie sie soziale Netzwerke mit jungen Leuten aus anderen europäischen Ländern aufbauen und sich untereinander über Ländergrenzen hinweg vernetzen.

Das diesjährige Motto steht ganz im Zeichen des Europäischen Jahres des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen, das den Austausch und das Zusammenleben verschiedener Generationen fördern will.

Noch bis zum 15. Februar 2012 sind junge Menschen aus Europa im Alter zwischen 18 und 30 Jahren aufgerufen, in ihren Videobeiträgen ihr Verständnis von einem intergenerationalen Europa zu präsentieren. Die Auszeichnung der besten Beträge findet am 15. März in Brüssel statt, wo sich die Sieger über Preisgelder in Höhe von 2000 bis 5000 Euro freuen können.


20 Dezember 2011

Euronews in 11 Sprachen für Mobilgeräte

Gute Nachrichten für all diejenigen, die auch unterwegs über die Ereignisse in der Welt informiert werden möchten: Ab sofort gibt es die Sendungen des Nachrichtensenders Euronews via Live-App in elf verschiedenen Sprachen. Euronews bietet sein Programm in Englisch, Deutsch, Arabisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Persisch, Portugiesisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch an. Wer also auch von unterwegs auf das Euronews zugreifen möchte, muss sich lediglich die entsprechende Live-App des Senders downloaden. Wer nicht über ein iPad, iPhone oder ein Android-Geräte verfügt, kann den kostenfreien Service in den Sprachen seiner Wahl auch über das Internet nutzen: de.euronews.net/services/

16 Dezember 2011

„Blaue Karte EU“ soll Aufenthalt für ausländische Fachkräfte erleichtern

Den Deutschen gehen die Fachkräfte aus. Diese Lücke sollen in Zukunft ausländische Fachkräfte schließen. Mit der „Blue-Card Gesetzesinitiative“ möchte die Bundesregierung die Zuwanderung von Fachkräften sowie den Aufenthalt der in Deutschland ausgebildeten Fachkräfte erleichtern. Zudem soll ein einfacheres Verfahren für die Aufenthaltserlaubnis von Forschern eingeführt werden. Laut Bundesbildungsministerin Schavan enthalte der neue Gesetzesentwurf attraktive Zuwanderungs- und Ausbildungsbedingungen und eine interessanten Perspektive für hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland.

Die Bundesregierung möchte mit diesem Gesetzesentwurf die Hochqualifizierten-Richtlinie der EU in Deutschland umsetzen. Nicht nur bezüglich des demographiebedingten Fachkräftemangels sondern auch im Wettbewerb um Talente verspricht sich die Bundesregierung durch die Einführung der „Blue-Card“ Vorteile. Über die reine Umsetzung der EU-Richtlinie hinaus, soll die "Blaue Karte EU" als neuer Aufenthaltstitel eingeführt wird. Nach zwei Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung können Inhaber einer Blauen Karte eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis erhalten.

Weitere Informationen unter: www.bmbf.de

24 November 2011

EU-Kommission will Kultur- und Kreativbranche stärken

Die EU-Kommission möchte mit dem Programm "Creative Europe 2014-2020" die Kultur- und Kreativbranche beleben. Die zuständige Kommissarin Androulla Vassiliou stellte die Initiative gemeinsam mit dem neuen Bildungsprogramm "Erasmus für alle" vor. Für das Erasmus-Programm ist ab 2014 ein Budget von 15,2 Milliarden vorgesehen.

Kreatives Europa baut auf der Erfahrung und den Erfolgen der Programme "Kultur" und "MEDIA" auf, mit denen die Kultur- und AV-Branche seit mehr als 20 Jahren unterstützt wird. Das Programm soll mit 1,8 Milliarden ausgestattet werden – rund 37 Prozent mehr als in der aktuellen Förderperiode. Davon soll unter anderem der Kino- und Fernsehsektor profitieren. Rund 500 Millionen Euro sollen ab 2014 Künstler und Kulturschaffende dabei unterstützen, ihre Werke im Ausland bekannter zu machen. Neu eingeplant sind rund 210 Millionen Euro, die es Kulturschaffenden erleichtern sollen, Zugang zu Bankdarlehen zu erhalten. Den Vorschlägen müssen das Europaparlament und die EU-Staaten im Ministerrat noch zustimmen. Mit dem Programm "Creative Europe 2014-2020" sollen Kulturschaffende den EU-Binnenmarkt optimal nutzen können und neue Publikumsschichten in Europa und darüber hinaus finden. Ziel des Projekts ist neben der Unterstützung von Kulturschaffenden, die Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt in Europa.

In Europas Bildung, Ausbildung und Jugend investieren

„Erasmus für alle“ - so heißt das neue Bildungsprogramm der Europäischen Kommission, das am 23. November vorgestellt wurde. „Erasmus für alle“ ist ein integratives Projekt, das die Bereiche Bildung, Weiterbildung, Jugend und Sport umfasst. Die 27 EU-Mitgliedstaaten sind nun aufgerufen, im Europäischen Parlament über die Einführung und Umsetzung des Projektes abzustimmen.

Doch wo liegen dessen Vorteile? Derzeit existieren parallel sieben verschiedene Programme für unterschiedliche Bereiche. „Erasmus für alle“ würde alle Bereiche in ein einziges Projekt integrieren. Zum einen würden auf diese Art und Weise Kosten eingespart und zum anderen die Koordination und Durchführung verbessert. 2014 soll das neue Programm an den Start gehen.

Mit „Erasmus für alle“ könnten bis zu fünf Millionen junge Europäer, die Möglichkeit erhalten, im Ausland zu studieren oder an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Drei Millionen von Ihnen sind bereits höher qualifiziert und würden sich beruflich weiterbilden können.

26 September 2011

Zehnter Europäischer Tag der Sprachen

Am heutigen 26. September jährt sich der Tag der Sprachen zum zehnten Mal. Mit dem Europäischen Tag der Sprachen soll für das Sprachenlernen geworben und die Sprachenvielfalt Europas gefeiert werden, die von den 23 EU-Amtssprachen über ein breites Spektrum an zweiten Amtssprachen, Regional- und Minderheitensprachen bis hin zu zahlreichen Dialekten reicht. Die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou wird gemeinsam mit dem Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, eine Erklärung unterzeichnen, die das Bekenntnis zur Mehrsprachigkeit bekräftigen soll. Der polnische Ratsvorsitz der EU hat das Sprachenlernen zu einer Priorität auserkoren und will erreichen, dass junge Menschen neben ihrer Muttersprache zwei Fremdsprachen beherrschen, damit sie ihre privaten und beruflichen Ziele besser verfolgen können.

In Berlin finden die so genannten "Sprachenbäder" statt. Das sind Minisprachkurse in zwanzig Bezirksbibliotheken und der Zentral- und Landesbibliothek, die bei Berliner Grundschülern das Interesse für fremde Sprachen wecken sollen. Außerdem lädt die Vertretung der EU-Kommission am Abend zu einer Podiumsdiskussion zu Spracherwerb und gelungener Integration ein. Auf dem Podium diskutieren Pascale Hugues, französische Journalistin, Antonia Steinkopff Vella, italienische Sprecherin im Berliner Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund, Stéphane Ghislain Roussel, französischsprachiger belgischer Künstler und Panagiotis Kouparanis, griechischer Rundfunkjournalist. Musikalisch umrahmt wird der Abend von der italienischen Sängerin Eva Spagna und ihrer Band „e la luna?“.

Mehr zu den Sprachenbädern und der Podiumsdiskussion hier.

Europaweit finden heute verschiedene Veranstaltungen statt. Eine Übersicht gibt es hier:

12 September 2011

Übersetzungswettbewerb Juvenes Translatores 2011

Zum 5. Mal findet diesjährig der Übersetzungswettbewerb "Juvenes Translatores" der Europäischen Kommission statt. Im Wettbewerb sollen 17-jährige Schülerinnen und Schüler aus weiterführenden Schulen aus der gesamten Europäischen Union ihre Übersetzerfähigkeiten unter Beweis stellen, indem sie einen Text aus einer der 23 EU-Amtssprachen in eine andere übersetzen. Dabei können die Jugendliche die Sprachen frei wählen. Angesichts des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit beschäftigen sich die Texten inhaltlich mit dem Thema der Freiwilligenarbeit. Schulen können sich noch bis zum 20. Oktober unter Juvenes Translatores anmelden: ec.europa.eu/translatores

Jedes EU-Land geht mit mehreren Übersetzerteams ins Rennen. Das Team mit der besten Übersetzung pro EU-Land wird in der ersten Jahreshälfte 2012 ausgezeichnet. Die Gewinnerteams fahren hierzu gemeinsam nach Brüssel, wo die Preisverleihung stattfindet. Vor Ort haben sie zudem die Möglichkeit die für Mehrsprachigkeit zuständige EU-Kommissarin zu treffen sowie Einblicke in den Beruf der professionellen EU-Übersetzerinnen und -übersetzer zu gewinnen.

Bei Fragen zum Wettbewerb können Sich Interessierte auch direkt an Juvenes Translatores 2011 wenden: DGT-TRANSLATORES@ec.europa.eu

22 Juli 2011

Wettbewerb: ungewöhnliche Praktika in Europa zu gewinnen

Es ist Wettbewerbszeit! Beim Wettbewerb „Follow me! The Job of my Life“ geht es darum, zwei Wochen durch Europa zu reisen und dabei verrückte Praktika zu absolvieren. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) macht es möglich. Noch bis zum 15. August können Bewerber in selbst gedrehten Videos zeigen, welche ausgefallenen Talente sie besitzen oder was für ungewöhnliche Tricks sie draufhaben. Die Bewerber müssen anschließend die fertigen Clips bei Youtube oder Vimeo hochladen und den zugehörigen Link in das Bewerbungsformular unter www.jobofmylife.de eintragen.

Die Amateurfilmer mit den meisten Stimmen werden von der ZAV zu einem kleinen Casting eingeladen. Dort kürt die Jury die beiden Sieger, die jeweils für zwei Wochen kreuz und quer durch den Kontinent reisen, sich bei witzigen Jobs beweisen und dabei von einem Filmteam von „Follow me!“ begleitet werden. Ziel der Kampagne ist es, zu zeigen, wie wichtig Mobilität im Berufsleben ist und dass Neugier und Abenteuerlust nicht nur Spass und Abwechslung bringen, sondern auch zu beruflichem Erfolg führen. Ein absolutes Muss für alle Reiselustigen, die auf der Suche nach ihrem „Job of my Life“ sind!

13 Juli 2011

Lust auf EU? Durchstarten als Careers Ambassador

Die Europäische Kommission ist auf der Suche nach Studierenden, die in der Rolle als EU-Botschafter ein Jahr lang ihren Mitstudenten Lust auf eine Karriere bei der Europäischen Union (EU) machen und über die Beschäftigungsmöglichkeiten bei der EU informieren sollen.

Aufgerufen sind Studenten aller Fachrichtungen der zehn besten europäischen Unis. Die Humoldt Universität Berlin ist als deutsche Uni bei dieser Initiative vertreten. Die Auswahl der EU-Botschafter führt das Europäische Amt für Personalauswahl (EPSO) durch, die unter anderem für die Personalauswahl aller Europäischen Institutionen - einschließlich der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments - zuständig ist.

Die ausgewählten Studenten werden bei einem Trainingsprogramm in Brüssel von Fachleuten auf ihre zukünftige Rolle als Careers Ambassador vorbereitet. Die Aufgaben eines EU-Botschafters sind vielfältig: Sie sollten ihre Mitstudenten unter anderem mit Informationen rund um das Thema Karriere bei der EU versorgen, eigenständig Veranstaltung zum Thema organisieren, universitäre Einrichtungen für das Thema sensibilisieren. Gefragt sind insbesondere Studenten mit hoher Kommunikationsbereitschaft, die selbständig arbeiten möchten und sich für eine internationale Karriere bei der EU interessieren.

Mehr zum Programm unter www.eu-careers.eu.

27 Juni 2011

Polnische EU-Ratspräsidentschaft

In wenigen Tagen – am 1. Juli – übernimmt Polen die EU-Ratspräsidentschaft. Die Agenda der polnischen Ratspräsidentschaft steht seit Anfang Juni fest: Europas Wachstum, die Energie-Außenpolitik und der Blick nach Osten. Neben den politischen Schwerpunkten wird die zweite Jahreshälfte 2011 in Deutschland von einem vielseitigen Kulturprogramm begleitet. Das Polnische Institut Berlin beispielsweise hat mit zahlreichen Partnern ein Schwerpunktprogramm mit Ausstellungen, Symposien, Konzerten und Theaterevents vorbereitet.

So treten beim internationalen literaturfestival berlin im September die Künstlerin Aga Zaryan im Haus der Berliner Festspiele auf. Tomasz Stańko, Leszek Możdżer und Adam Pierończyk sind im November Teil des Eröffnungsprogramms des JazzFest Berlin und die Retrospektive - filmPOLSKA präsentiert im Dezember 2011 „Andrzej Wajda - Bekannt und unbekannt“, das Komplettwerk des weltbekannten polnischen Regisseurs.

Programmübersicht: berlin.polnischekultur.de
Weitere Informationen zur polnischen EU-Ratspräsidentschaft finden sich hier.
Euractiv zur Ratspräsidentschaft: www.euractiv.de

17 Mai 2011

Eurobarometer-Studie: Gebrauch von Fremdsprachen beim Internetsurfen

Einer europaweiten Eurobarometer-Umfrage zufolge nutzen 55 Prozent der befragten EU-Bürger mindestens eine andere Sprache als ihre Muttersprache, um Inhalte online zu lesen oder anzuschauen. Von den insgesamt 13 500 befragten Personen schreibt ein Drittel Emails oder Kommentare in einer Fremdsprache. Dennoch sind 44 Prozent der europäischen Internetnutzer überzeugt, dass ihnen interessante Informationen entgehen, weil Webseiten nicht in einer Sprache angeboten werden, die sie verstehen.

Die Studie zeigt, dass zwar eine gewaltige Menge an hochwertigen Online-Inhalten vorhanden ist, diese aber wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht allen Menschen gleichermaßen zugänglich sind. Im Durchschnitt liest jeder zweite Internetnutzer online in einer Fremdsprache. Diese Zahl verdeckt jedoch riesige Unterschiede zwischen hohen Anteilen in Griechenland, Slowenien, Luxemburg, Malta sowie Zypern, die nach eigenen Angaben online Fremdsprachen verwenden, sowie den geringen Gebrauch einer Fremdsprache der Briten, Iren, Tschechen oder Italiener. Die Erhebung bestätigt Englisch als die am meisten genutzte Fremdsprache im World Wide Web.

Diese erste Eurobarometer-Erhebung zum Thema "Online-Sprachpräferenzen der Nutzer" wurde im Januar 2011 durchgeführt. Daran nahmen in jedem Mitgliedstaat 500 Internetnutzer teil.

12 Mai 2011

Freiwillig. Etwas bewegen! - Aufruf zur Beteiligung am Tour-Stopp in Berlin

2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit (EJF 2011). Das Jahr steht im Zeichen von Millionen von Menschen, die sich gesellschaftlich in ganz Europa engagieren. In diesem Rahmen findet eine Freiwilligentour durch die Hauptstädte der europäischen Mitgliedsländer statt. Auf den jeweiligen Etappen können sich die Besucher rund um das Thema Freiwilligenarbeit informieren und eine Woche lang in Projekte schnuppern. Vom 14. bis 20. Oktober 2011 kommt die Tour nach Berlin. Veranstaltungsort ist das Sony Center am Potsdamer Platz.

Freiwillige und Freiwilligenorganisationen erhalten dort die Möglichkeit, ihre Projekte zu präsentieren. Zudem bietet der Tour-Stopp eine Plattform einander zu begegnen, sich untereinander auszutauschen, Netzwerke zu knüpfen, an Diskussionsrunden und Workshops teilzunehmen und Menschen für ihr Engagement zu begeistern. Themen-Schwerpunkte sind unter anderem Sport und Umweltschutz, Integration, Menschenrechte, Kampf gegen Extremismus, Aktives Altern sowie Rettungsdienste und Feuerwehr.

Bis zum 30. Juni 2011 können interessierte Organisationen oder Personen, die sich gemeinnützig engagieren und ihre Arbeit einem breiten und interessierten Publikum vorstellen möchten, Vorschläge zur Beteiligung einreichen:

Geschäftsstelle EJF 2011
c/o Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Tel.: 030/24089-202
Fax: 030/24089-134
ejf2011@bag-wohlfahrt.de

Mehr zum EJF 2011 unter www.efj2011.de oder europa.eu/volunteering


Wie sich ein Freiwilligendienst in Frankreich umsetzen lässt erklärt Christiane Thies vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) hier.

21 April 2011

Europa: Auslandsaufenthalte fördern

Bereits heute entscheiden sich zahlreiche deutsche Studierende für einen Studienaufenthalt im Ausland. Nun sollen Auslandsaufenthalte nicht nur für Studenten, sondern auch für Auszubildende sowie Berufstätige noch attraktiver werden. Mit dieser Forderung übermittelten Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Präsident der Kultusministerkonferenz Bernd Althusmann der Europäischen Kommission ein umfangreiches Positionspapier (PDF), das die wichtigsten Forderungen Deutschlands für die Zukunft des Programms für lebenslanges Lernen (PLL II) ab 2014 enthält.

Das Programm für lebenslanges Lernen betrifft den gesamten Bildungsweg von der Schule über die Hochschule und Berufsbildung bis zur Erwachsenenbildung. Für den Austausch von Lehrenden und Lernenden aller Altersstufen sowie die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen steht von 2007 bis 2013 ein Budget von fast 7 Milliarden Euro zur Verfügung.

Schwerpunkt des Programms für lebenslanges Lernen soll auch künftig die Mobilität von Lernenden und Lehrenden in Europa sein. Ziel ist es, Auslandsaufenthalte besser vorzubereiten, zu begleiten und zu betreuen. Dazu sollen auch die Programme COMENIUS für die Schulbildung, LEONARDO DA VINCI für die Berufsbildung, ERASMUS für die Hochschulbildung und GRUNDTVIG für den Bereich der Erwachsenenbildung durchlässiger gestaltet werden.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Programme bieten der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (für COMENIUS): www.kmk-pad.org, das Bundesinstitut für Berufsbildung (für LEONARDO DA VINCI und GRUNDTVIG): www.na-bibb.de und der Deutsche Akademische Austauschdienst (für ERASMUS): www.daad.de

28 März 2011

Neues Gesetz soll Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtern

Unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Bundeskabinett am 23. März den Gesetzesentwurf zur Verbesserung und Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen verabschiedet.

Mit dem Anerkennungsgesetz soll Zuwanderern der Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt entsprechend ihrer beruflichen Qualifikationen in Deutschland erleichtert werden. Ziel ist es, den Folgen des drohenden Fachkräftemangels in Deutschland entgegenzuwirken. Denn in Zukunft wird Deutschland mehr denn je auf Zuwanderung angewiesen sein. Waren es vor 40 Jahren noch ungelernte Gastarbeiter, benötigt die Wirtschaft heute qualifizierte Fachkräfte insbesondere in technischen Berufen. Nach dem Gesetzesentwurf soll bereits nach drei Monaten die Entscheidung, ob ein Abschluss anerkannt werden kann fallen. "Wir stehen in einem weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe", so Bundesministerin Schavan. "Darum müssen wir das Potential all derer, die bei uns leben, optimal nutzen."

Ob Deutschland mit einem solchen Gesetz für ausländische Fachkräfte attraktiver wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der Globalisierung, des drohenden Fachkräftemangels und des demographischen Wandels ist es jedoch sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Hierzulande könnten immerhin 300 000 Menschen auf diesem Wege ihre Abschlüsse anerkennen lassen und ihrer erlernten Profession nachgehen. Doch noch ist das Anerkennungsgesetz nicht beschlossene Sache. Bevor der Bundestag über den Gesetzesentwurf abstimmen kann, muss der Gesetzesentwurf zunächst im Bundesrat beraten werden.

Weitere Informationen zum Thema auf bundesregierung.de

21 März 2011

Deutsch-Polnischer Tag: dzień.de / der-tag.pl

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) wird in diesem Jahr 20 und möchte diesen Geburtstag mit dem Deutsch-Polnischen Tag feiern. Dazu lädt das DPJW deutsche Jugendliche gemeinsam mit ihren Lehrern und Betreuern ein, vom 20. Mai bis 21. Juni 2011 in ihrer Schule, ihrem Verein oder Jugendzentrum einen "Polnischen Tag in Deutschland" zu organisieren. Parallel sind polnische Jugendliche aufgerufen, einen "Deutschen Tag in Polen" in die Tat umzusetzen. Ein Filmabend, ein gemeinsames Kunstprojekt oder ein deutsch-polnischer Kochwettbewerb – wie der polnische oder deutsche Tag aussehen soll, entscheidet jeder Veranstalter selbst.

Für die Umsetzung stellt das DPJW finanzielle Mittel zur Verfügung, die von den Projektleitern beim DPJW beantragt werden können. Die von den Jugendlichen organisierten "Mini"-Projekte“ oder „Gemeinsame gemeinnützige Aktionen” sollen in Deutschland und Polen Wissenswertes über das jeweilige Nachbarland vermitteln und den kulturellen Austausch beider Länder fördern.

Mehr zum Tag sowie Informationen bei Fragen der Unterstützung: www.pnwm.org

22 Februar 2011

Europäisches Sprachensiegel 2011: "Sprachenlernen in der Gemeinschaft"

Der diesjährige Wettbewerb zum Europäischen Sprachensiegel steht unter dem Motto „Sprachenlernen in der Gemeinschaft - Ressourcen nutzen und Kompetenzen ausbauen“. „Die Themen der Wettbewerbe spiegeln verschiedene Bereiche, die sprachenpolitisch in Europa bedeutsam sind“, so Cora Oepen vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz. „Hauptziel ist nach wie vor, dass EU-Bürger neben ihrer Muttersprache Kenntnisse in zwei weiteren Fremdsprachen erwerben. So ging es beim Europäischen Sprachensiegel in den letzten Jahren unter anderem um das frühe Fremdsprachenlernen, das Integrierte Inhalts- und Sprachenlernen (CLIL), den Interkulturellen Dialog oder – im vergangenen Jahr – Sprachenlernen in Vorbereitung auf das Berufsleben.“

Bis zum 9. Mai 2011 können Projektbewerbungen eingereicht werden. Oepen findet diejenigen Initiativen beeindruckend, „die trotz ihres oft begrenzten Budgets und Personaleinsatzes originelle Konzepte für das Vermitteln von Sprachen auf verschiedenen Ebenen entwickelt und umgesetzt haben. Besonders freue ich mich auch immer über Projekte, die sich für die Vermittlung der Sprache unserer Nachbarn einsetzen und so den Brückenschlag in einen anderen Staat unterstützen.“

Das Sprachensiegel zeichnet Projekte und Initiativen aus, die in ihrem Umfeld das Lernen und Lehren von Sprachen auf originelle und kreative Weise unterstützen. „Sie dienen als Beispiele guter Praxis und sollen dazu anregen, ein ähnliches Projekt z.B. entweder in einer anderen Region, für eine andere Zielgruppe oder für eine weitere Zielsprache ins Leben zu rufen“, beschreibt Oepen das übergreifende Ziel des Sprachensiegels.

Insgesamt können bis zu 15 Sprachensiegel vergeben werden. Die Europäischen Sprachensiegel werden im Rahmen einer Fachtagung im Herbst 2011 in Wien, Österreich verliehen. Bei der Verleihung kooperieren die Nationalen Agenturen von Österreich der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens sowie die Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst.

Zur Ausschreibung des Wettbewerbs: www.kmk-pad.org

06 Februar 2011

Jugendkarlspreis: Neuer Bewerbungsschluss

Noch bis zum 14. Februar 2011 können Bewerbungen für den Jugendkarlspreis eingereicht werden. Gesucht werden Projekte, die sich an Jugendliche richten und zu einem besseren Verständnis zwischen den Europäern untereinander beitragen. Themen sind die Entwicklung der EU, europäische Integration und europäische Identität. Ausgezeichnet wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Jugendaustauschprogramme, künstlerische und multimediale Projekte.

Die drei Gewinner werden mit 5 000, 3 000 beziehungsweise 2 000 Euro prämiert und ins Europäische Parlament nach Brüssel eingeladen. Die Vertreter des jeweils besten Projektes aus den 27 Mitgliedstaaten treffen sich am 31. Mai 2011 zur Preisverleihung in Aachen.

Der "Europäische Jugendkarlspreis" wird jedes Jahr gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen verliehen.

Alle Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen sind hier zu finden:
http://www.charlemagneyouthprize.eu/view/de/introduction.html

31 Januar 2011

Europas Kulturhauptstädte 2011: Feuer und Meer

Seit dem 1. Januar gibt es wieder zwei neue Kulturhauptstädte in Europa. In diesem Jahr können sich Turku in Finnland und die estnische Hauptstadt Tallinn mit dem begehrten Titel schmücken. Die beiden Städte, die nur 200 Kilometer auseinanderliegen, haben sich für 2011 ein ambitioniertes Programm vorgenommen.

„Turku in Flammen“ ist das Motto der Stadt an der Südwestküste Finnlands und bezieht sich damit auf seine wechselhafte Vergangenheit. Die einst wichtigste Stadt Finnlands wurde in ihrer Geschichte mehrfach von großen Brandkatastrophen heimgesucht. Die verheerendste ereignete sich im 19. Jahrhundert, als ein Brand drei Viertel der Stadt zerstörte. Im neuen Kulturzentrum Logomo kann man den Brand von damals mit verschiedenen Installationen und Ausstellungen nachvollziehen. Andere wichtige Veranstaltungsorte liegen am Fluss Aura, der sich mitten durch die Stadt schlängelt. An dessen Ufer wurde am 15. Januar mit viel Feuer- und Lichterglanz das Kulturprogramm mit seinen rund 150 verschiedenen Projekten eröffnet.

Bei der estnischen Hauptstadt Tallinn ist das Meer Leitmotiv des Programms. So möchte die Stadt sich ihrer Lage an der Ostseeküste wieder bewusster werden, denn zu Zeiten der Sowjetunion war das Ufer militärisches Sperrgebiet und für die Bewohner nicht zugänglich. Für das Kulturhauptstadtjahr soll der Küstenbereich wieder revitalisiert werden, unter anderem mit einer Flaniermeile direkt am Wasser und einem neuen Meeresmuseum. Auch eine Bühne soll im Sommer direkt im Wasser entstehen. Schwerpunkt des kulturellen Programmes, das sich aus mehr als 200 Veranstaltungen zusammensetzt, ist die Musik. Auf dem Programm stehen unter anderem Barock- und Kammermusik sowie Opern– und Sängerfestivals.

Die Internetseiten
zur Kulturhauptstadt Tallinn
Der Auftritt von Turku im Internet: www.turku2011.fi