15 Dezember 2011
20 August 2008
Visuelle Diskussionen in Gebärdensprache
Vor gut zwei Jahren berichteten wir über die weltweit erste multimediale, netzbasierte E-Learning-Plattform in Gebärdensprache AILB (Aachener Internet-Lernplattform zur Berufsqualifizierung von Gehörlosen). AILB wurde komplett überarbeitet und heißt jetzt Vibelle.
Neueste technischer Funktionen sind zum Beispiel Videosequenzen, Video-Mailing und -konferenzen. Die videobasierten Anwendungen seien ideal, um die Nutzerinnen und Nutzer bei der Bildung von Online-Lerngruppen und Netzwerken zu unterstützen, so die Initiatoren. Neu sind auch die Video-Foren in Gebärdensprache. Damit können die Benutzer eigene Gebärdensprache-Beiträge über eine Videoschnittstelle verfassen und direkt ins Forum laden.
Die Multimedia-Plattform Vibelle soll Gehörlosen grundlegende schriftsprachliche und mathematische Fertigkeiten sowie berufsrelevantes Wissen vermitteln, um sie bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Vibelle wurde vom Deaf and Sign Language Research Team der RWTH Aachen (DESIRE) gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und der Kölner bureau42 GmbH entwickelt.
Vibelle wird auf den diesjährigen Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen, die vom 21. bis 23. August im Congress-Centrum Ost der Kölner Messe stattfinden, präsentiert.
www.vibelle.de
Quelle: media nrw
Eingestellt von
SprachenNetz-Redaktion
am
20.8.08
Labels: Fremdsprachen und Technologie, Gebärdensprache, Lehr- und Lernmaterialien
20 Februar 2008
7. Languages & The Media: Vortragseinreichung noch bis zum 16. Mai
Vom 29. bis 31. Oktober findet im Hotel InterContinental Berlin die 7. Languages & The Media statt. Die internationale Fachkonferenz greift die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich Sprachvermittlung in audiovisuellen Medien auf.
Global Business - Local Access - Good-bye Quality? - lautet der Schwerpunkt der diesjährigen Fachkonferenz. Dabei steht der globale Medienmarkt im Vordergrund, betrachtet werden dabei Themen wie nationale und internationale Richtlinien im Umgang mit Sprache in den Medien, der mehrsprachige Zugang zu globalen Medien sowie die Verbreitung und Qualität von Inhalten.
Diskutiert wird unter anderem, wie Sprachen audiovisuell umgesetzt werden - zum Beispiel durch Untertitelung oder die vertonte Beschreibung von Bildern, um Hör- und Sehgeschädigten den Zugang zu audiovisuellen Medien zu ermöglichen.
Interessierte, die selbst einen Vortrag halten, einen Workshop leiten oder an der Paneldiskussion als Sprecher teilnehmen möchten, können bis zum 16. Mai Vorschläge einreichen. Die kurze Zusammenfassung mit genauer Benennung von Titel und Zielgruppe sollte nicht mehr als 500 Wörter umfassen sowie eine Kurzbiografie mit vollständigen Kontaktdaten enthalten.
Weitere Informationen zur Vortragseinreichung und zur Konferenz unter: www.languages-media.com. statt.
Eingestellt von
SprachenNetz-Redaktion
am
20.2.08
Labels: Audiovisuelle Medien + Sprachen, Ausschreibungen und Termine, Dolmetschen und Übersetzen, Fremdsprachen im Beruf, Fremdsprachen und Kultur, Gebärdensprache, Interkulturelles
24 Oktober 2006
Ohne Stimme sprechen - Gebärdensprache für Einsteiger
Wie für jede andere Sprache gilt auch für die Deutsche Gebärdensprache DGS: Es gibt keine 1:1 Übersetzung in die Lautsprache und sie ist nicht international. Selbst innerhalb Deutschlands werden Monate, Wochentage und Zahlen regional unterschiedlich gebärdet. Trotzdem ist die Vorstellung mit der Gebärdensprache rund um den Globus zu kommunizieren nicht ganz falsch. Muttersprachler einigen sich innerhalb weniger Stunden auf gemeinsame Gebärden um sich zu verständigen.
Das Amerikaner die Gebärden der Franzosen leichter verstehen, als die der Engländer, hat geschichtliche Ursprünge. Es war ein französischer Gebärdensprachlehrer der ca. 1817 die Zeichensprache in der "neuen Welt" unterrichtete. Wie jede Sprache entwickelte und veränderte sich auch die Gebärdensprache. So gibt es die Deutsche Gebärdensprache (DGS), die Amerikanische Gebärdensprache ASL (American Sign Language), die Chinesische und auch eine Deutsch-Schweizer Gebärdensprache (DSGS), die ihrerseits fünf "Dialekte" kennt. Übrigens: In den USA befindet sich noch heute die einzige Universität für Gehörlose.
Eine visuelle Sprache zu benutzen bedeutet, den Körper als Sprachinstrument zu benutzen, visuell und manuell zu kommunizieren. Einen Einstieg in die DGS bietet die Berliner Gebärdensprachschule Gebärdenfabrik in der Berliner Crellestr. 19/20 im November und Dezember mit Schnupperkursen am Montag, 20.11.06 von 14.00-15.00Uhr, Freitag, 24.11.06 von 18.00-19.00 Uhr sowie Montag, 11.12.06 von 14.00-15.00 Uhr und Freitag, 22.12.06 von 18.00-19.00 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.gebärdenfabrik.de.
Auf der 19. EXPOLINGUA Berlin gibt es am Sonntag, dem 19. November, zwei Minisprachkurse für die Deutsche Gebärdensprache, durchgeführt werden die Kurse von Raoul Figura & Andreas Costrau vom Berufsverband der Gebärdensprachdozenten Berlin e. V. (BGDBB).
Fachprogramm EXPOLINGUA Berlin
Eingestellt von
SprachenNetz-Redaktion
am
24.10.06
Labels: Gebärdensprache
15 Juli 2006
Erstes multimediales, netzbasiertes E-Learning-Instrument in Gebärdensprache
Die Aachener Internet-Lernplattform zur Berufsqualifizierung von Gehörlosen (AILB) ist die weltweit erste multimediale, netzbasierte E-Learning-Plattform in Gebärdensprache. Entwickelt wurde sie vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und dem Deaf and Sign Language Research Team der RWTH Aachen (DESIRE).
Laut der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten e.V. leben in Deutschland Millionen hörgeschädigte Menschen. Rund 80.000 von ihnen sind von frühester Kindheit an Gehörlose und beherrschen die Gebärdensprache. Diese beruht nicht auf der gesprochenen Sprache, sondern ist eine selbstständige Sprache mit eigener Grammatik und eigenen Sprachkonventionen, aber ohne Verschriftlichung.
Das macht das Erlernen der Schriftsprache für Gehörlose sehr schwierig. Entsprechend verfügen Gehörlose zumeist nur über sehr begrenzte Schriftsprachkompetenz und können zusammenhängende Texte schwer erfassen. Alltag, Ausbildung und vor allem der Berufseinstieg ist für Gehörlose dadurch erheblich schwieriger als für Hörende.
Mit Hilfe der neuen multimedialen Internetlernsoftware können Gehörlose ihre Berufsqualifizierungen in den Bereichen Deutsch und Mathematik verbessern. Als Sprache der Vermittlung wird die Deutsche Gebärdensprache in Form von Videosequenzen eingesetzt. AILB setzt dabei auf kollaboratives Lernen. Video-Mailing, gebärdensprachliche Videokonferenzen und Diskussionsforen unterstützen die Bildung von Online-Lerngruppen und Netzwerken. Integriert ist auch ein Autorenwerkzeug zur Darstellung von Hyperlinks, die in zusammenhängenden Texten oft die meisten Schwierigkeiten bereiten.
In einem Gebärdensprache-Video können Hyperlinks einfach durch Markieren von Start- und Endzeit der gewünschten Sequenz definiert werden. Das Autorenwerkzeug erzeugt daraus einen Container-Flash-Film und eine HTML-Seite, die dann entweder weiter bearbeitet oder direkt auf den Server hochgeladen werden.
Die Lernmaterialien (Texte, Bilder, Gebärdensprachenvideos) können für privates Lernen kostenfrei genutzt werden. Anmeldung und weitere Informationen über www.gebaerdensprache.de.
Eingestellt von
SprachenNetz-Redaktion
am
15.7.06
Labels: Gebärdensprache
22 März 2006
6. Berliner Gebärdensprachfestival
Am 19. und 20. Mai 2006 findet im Schillertheater zum 6. Mal das Berliner Gebärdensprachfestival statt. Im Wettbewerb um die ‚Goldene Hand' wird die Gebärdensprache in verschiedenen Formen, als Geschichte, Prosa oder Poesie präsentiert. Die Gestaltung der Beiträge ist frei, sie können humorvoll, tragisch erzählen, Erfundenes oder Erlebtes darstellen. Teilnehmen können Interessierte aller Altersgruppen. Wer die Goldene Hand schon auf dem Regal stehen hat oder als professioneller Gebärdensprachkünstler auftreten möchte, kann sich als "Profi" anmelden. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein extra Programm sowie den Wettbewerb um das ‚Goldene Händchen'.
Neben dem Wettbewerb gibt es Kindertheater mit "Findet Nemo" und Theater aus Frankreich mit Stars der französischen Theatergruppe International Visual Theatre "IVT", unter anderem mit Emmanuelle Laborit und Chantal Liennel. "Les Monolouges du Vagin" wurde im letzten Sommer beim europäischen Kulturfestival für Gehörlose in Reims (Frankreich) aufgeführt. In Berlin findet nun die Deutschlandpremiere der Adaption des Stückes von Eve Ensler statt.
Weitere Informationen und Anmeldeformulare
Eingestellt von
SprachenNetz-Redaktion
am
22.3.06
Labels: Gebärdensprache
