29 Februar 2012
Forschung für Europas Zukunft
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29.2.12
Labels: Europa, Wissenschaft
31 Januar 2012
Projekt „Gesellschaftliche Integration“
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31.1.12
Labels: Interkulturelles, Wissenschaft
19 Oktober 2011
Die Grammatik unserer Urahnen
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19.10.11
Labels: Umfragen und Studien, Wissenschaft
12 September 2011
Bilinguale Babys lernen Sprachen im eigenen Rhythmus
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12.9.11
Labels: Frühkindlicher Spracherwerb, Umfragen und Studien, Wissenschaft
22 August 2011
Stirbt das Alemannische aus?
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22.8.11
Labels: Fremdsprachen und Kultur, Wissenschaft
Dokumentation und Archivierung indigener Sprachen
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22.8.11
Labels: Fremdsprachen und Kultur, Wissenschaft
29 Juni 2011
Bilingualität: Für das Gehirn kein Problem
Wie können Menschen, die zwei oder mehrere Sprachen sprechen, zwischen diesen hin und her „switchen“? Immerhin besitzt jede Sprache, die ein Mensch fließend spricht, knapp 30 000 Wörter. Demnach müssten die Anstrengungen des Gehirns höher sein, unter den Tausenden von zusätzlichen Wörtern das richtige Wort in der richtigen Sprache zu wählen.
Eine neue psycholinguistische Studie der Universität Kansas beweist das Gegenteil: Das Gehirn trifft die Auswahl von Wörtern in den jeweils gesprochenen Sprachen scheinbar mühelos. Der Forscher Mike Vitevitch verdeutlicht die Arbeit des Gehirns anhand eines bildlichen Beispiels: Man stelle sich das menschliche Gehirn als einen Kühlschrank vor und die verschiedenen Sprachen als Äpfel und Orangen. Wenn ich Appetit auf einen Apfel habe, würde niemand auf die Idee kommen, jedes Obst im Kühlschrank zu nehmen, um zu sehen, ob es ein Apfel ist. Je nachdem, welches Obst ich essen möchte, wähle ich in einem ersten Schritt zunächst die richtige Obstsorte und picke mir innerhalb dieser meinen Favoriten aus. Ab und an kann es passieren, dass ich fälschlicherweise eine grünliche Orange für einen Apfel halte und eine falsche Wahl treffe.
Nichts anderes passiert nach Vitevitch im menschlichen Gehirn, wenn ihm verschiedene Sprachen zur Auswahl stehen. Je nachdem, welche Sprache gerade benötigt wird, wählt das Gehirn diese in einem ersten Schritt aus und sucht in einem zweiten Schritt innerhalb der gewählten Sprache nach dem gewünschten Wort. Bei der richtigen Sprachauswahl können gelegentlich „Fehlgriffe“ auftreten.
Bilingualität ist für das Gehirn somit gar kein Problem. Ein Grund mehr Fremdsprachen zu erlernen.
Zum Original in der Science Daily
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29.6.11
Labels: Mehrsprachigkeit, Umfragen und Studien, Wissenschaft
Offene Menschen sind talentiertere Aussprachekünstler
Die fehlerfreie Aussprache - die Kür beim Erlernen jeder Fremdsprache: Einige beherrschen die korrekte Aussprache einer fremden Sprache bereits nach kurzer Zeit, ohne jemals in dem entsprechenden Land gewesen zu sein. Andere wiederum leben jahrelang in einem Land, ohne den Akzent ihrer Muttersprache abzulegen. Sprachtalent ist somit nicht gleich Aussprachetalent. Welche Faktoren für die korrekte Aussprache ausschlaggebend sind, untersuchten Dr. Matthias Jilka und Prof. Alexiadou Artemis vom Institut für Linguistik/Anglistik gemeinsamen mit dem Lehrstuhl für Experimentelle Phonetik, der Universität Stuttgart, in Zusammenarbeit mit der Abteilung Neuroradiologie der Universität Tübingen.
Jilka und seine Kollegen erforschten in einem Experiment das Aussprachetalent von 102 deutschen Muttersprachlern. Die Versuchspersonen hatten die Aufgabe, eine Bildergeschichte in Englisch nacherzählen sowie einen englischen Text mit angelsächsischen Akzent vorlesen. Zur Kontrolle wiederholten die Forscher das Experiment anschließend mit der Sprache Hindi, die kein Teilnehmer beherrschte. Vor der Durchführung, wurden Informationen unter anderem zur Persönlichkeit, Sprachkenntnissen sowie kognitiven Fähigkeiten mittels eines Fragebogens erfasst.
Die Auswertung der Ergebnisse ergab, dass insbesondere offene und empathiefähige Menschen talentierte Aussprachekünstler sind. Bei dieser Teilnehmergruppe waren weniger Hirnareale aktiv, sprachliche Aufgaben waren mit weniger Anstrengung verbunden. Daher plädiert Jilka dafür, auch das Erlernen von Sprachmelodien in den Fremdsprachenunterricht zu integrieren.
Weitere Informationen zur Studie unter: www.uni-stuttgart.de
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29.6.11
Labels: Mehrsprachigkeit, Umfragen und Studien, Wissenschaft
28 April 2011
Max-Planck-Studie: Kulturelle Entwicklung bestimmt Sprache?
Bis heute galt in der Linguistik vorherrschend die Grundthese, dass die Sprachentwicklung von universellen Regeln, deren Ursprung im menschlichen Gehirn liegt, bestimmt wird. Eine Ansicht stützt sich auf eine genetisch vorprogrammierte „Universalgrammatik“, eine andere Strömung geht von einer „universellen Wortordnung“ aus.
Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen scheint beide Annahmen zu relativieren. Die Untersuchung der Wortstellungen in verschiedenen Sprachen zeige, dass Sprachen nicht in erster Linie angeborenen Regeln der Sprachverarbeitung unterworfen sind. Entscheidend für die Satzstruktur einer Sprache sei ihre Vorgeschichte, also ihre kulturelle Prägung.
Die Forscher des Max-Planck-Instituts analysierten 301 Sprachen aus vier großen Sprachfamilien hinsichtlich der Reihenfolge von Satzteilen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand jeweils die Reihenfolge von Satzteilen wie „Objekt-Verb“, „Genitiv-Hauptwort“ oder „Relativsatz-Hauptwort“ und die Frage, ob sich deren Position im Satz gegenseitig beeinflusst. Ziel der Forscher war es zu untersuchen, ob sich die Stellung des Verbs auch auf andere Wortfolgen auswirkt.
Die Studie deutet daraufhin, dass die kulturelle Entwicklung sehr viel stärker beeinflusst, wie sich eine Sprache entwickelt, als universelle Regeln. Die Sprachstruktur ist also offenbar weniger biologisch festgelegt, sondern wird von ihrer Abstammung geprägt.
Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Nature, 2011. Eine Zusammenfassung ist hier zu finden.
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28.4.11
Labels: Fremdsprachen und Kultur, Wissenschaft
Afrika – Heimat aller Sprachen
Die Frage nach dem Ursprung der Menschheit beschäftigt die Wissenschaft seit jeher. Liegt die Wiege der Menschheit in Afrika? DNA-Analysen haben dies längst bestätigt. Demnach ist die genetische Diversität in Afrika am höchsten und nimmt über Asien und Europa nach Amerika und Polynesien ab.
Eine neue Studie zur Laut-Vielfalt bestätigt diese These nun auch auf der Sprachenebene. In seiner Studie analysierte der neuseeländische Biologe Quentin Atkinson 504 Sprachen der linguistischen Datenbank "World Atlas of Language Structures" mittels eines eigens entwickelten Computerprogramms. Dabei untersuchte er die Anzahl der Phoneme (Laute) in den verschiedenen Sprachen und verglich sie anschließend mit der menschlichen DNS von Knochenfunden aus allen Teilen der Welt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Anzahl an Phonemen ebenso wie die genetische Vielfalt in Afrika am größten ist. Demnach vermutet Atkins, dass sich mit der Ausbreitung des Homo Sapiens sowohl die DNS als auch die Sprache veränderte.
Mehr zur Studie im Science
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28.4.11
Labels: Wissenschaft
15 November 2010
iDA-Seminar: Berufungsverhandlungen in englischer Sprache führen
Im Zuge der Internationalisierung deutscher Hochschulen gewinnt die Berufung ausländischer Wissenschaftler an Bedeutung. Mit Vielen müssen die Berufungsverhandlungen auf Englisch geführt werden. Die Modalitäten des Umzugs, Reisekosten für Familienmitglieder, Vermittlung von adäquaten Arbeitsplätzen für Partner sind nur einige der Themen, die Mitarbeiter der Personalabteilung auf Englisch verhandeln müssen. Der Sprachkurs richtet sich an alle Hochschulangestellten, die in Berufungsverhandlungen miteinbezogen werden. Neben der Wortschatzarbeit werden spezifische Verhandlungssituationen eingeübt.
Anmeldeschluss: 20. Dezember 2010
Termin: 19. Januar 2011
Mehr: daad.de/redir/mem/17127/mexjDBYeF-HtA/263/5005/
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15.11.10
Labels: Ausschreibungen und Termine, Fremdsprachen im Beruf, Mobilität, Wissenschaft
29 Oktober 2010
Wie lernen Kleinkinder Fremdsprachen?
Wie lernen Kleinkinder ihre ersten Wörter und bauen daraus ein „Wörterbuch im Kopf“? Wie erkennen sie, wann ein gesprochenes Wort aufhört und das nächste beginnt? Wissenschaftler der Universität Göttingen sind den Mechanismen des Erlernens neuer Wörter auf der Spur. In einem Forschungslabor untersuchen sie dazu die Augenbewegungen und Hirnströme von Kindern im Alter von sechs bis 36 Monaten. So wollen die Forscher herausfinden, wie Kinder Sprachlaute erkennen, ähnliche Wörter auseinanderhalten und schließlich mit Bedeutungen verbinden.
Im Forschungslabor „WortSchatzinsel“ am Georg-Elias-Müller Institut für Psychologie sehen die Kinder während des Versuchs auf einem großen Bildschirm Bilder und kurze Filme, gleichzeitig werden Wörter und Sätze über Lautsprecher eingespielt. Eine Kamera hält währenddessen die Augenbewegungen des Kindes fest. Aus den Blickbewegungen können die Wissenschaftler anschließend Rückschlüsse ziehen auf die kognitiven Prozesse bei der Sprachverarbeitung. Untersucht wird zum Beispiel, ob das Kind auf das passende Bild schaut, wenn es ein bestimmtes Wort hört.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt sind im Internet unter www.uni-goettingen.de zu finden. Dessen Leiterin Professor Mani stellt ihre Arbeit zudem in einem kurzen Video vor, das unter www.uni-goettingen.de/neuesdenken abrufbar ist.
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29.10.10
Labels: Frühkindlicher Spracherwerb, Wissenschaft
31 August 2010
Studentische Tagung Sprachwissenschaft
Von 17. bis 21. November 2010 findet in Potsdam die 48. Studentische Tagung Sprachwissenschaft statt. Die StuTS stellt ein Forum für Studierende der Sprachwissenschaften jeglicher Art dar und bietet Gelegenheit, Forschungsprojekte und -ergebnisse interessierter und engagierter Studierender vor gleichsam interessiertem Publikum vorzustellen sowie konstruktives Feedback zu erhalten. Außerdem besteht hier die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen und an Vernetzung und Austausch interessiert sind.
Informationen, Call for Papers (bis Ende September) und Anmeldung unter http://48.stuts.eu
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31.8.10
Labels: Ausschreibungen und Termine, Interkulturelles, Wissenschaft
27 Juli 2010
Hörtipp: radioWissen mit Features und Interviews zum Thema Spracherwerb
Das Hörfunkformat radioWissen von Bayern 2 bietet werktags ab neun Uhr Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen aus Wissenschaft, Geschichte, Politik und Gesellschaft sowie Kunst und Literatur. Auch Fremdsprachen und Sprachenlernen sind von Zeit zu Zeit Thema der rund einstündigen Sendung. Kürzlich beschäftigte sich radioWissen mit dem Spracherwerb von Kindern und wie die menschliche Sprache an sich entstanden ist. Nachhören lassen sich die einzelnen Beiträge online unter: www.br-online.de/bayern2/radiowissen
radioWissen als Podcast kann hier abonniert werden: www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-radiowissen.shtml
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27.7.10
Labels: Frühkindlicher Spracherwerb, Wissenschaft
EU-Projekt zur Förderung weniger verbreiteter europäischer Sprachen
GLOSSA nennt sich ein Bildungsprojekt des Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Union. Dabei geht es speziell um das Erlernen von weniger verbreiteten europäischen Sprachen wie beispielsweise Griechisch und zahlreiche Sprachen Osteuropas. Dazu soll vor allem das Online-lernen eingesetzt werden. Entwickelt werden im Rahmen des Projekts unter anderem Methoden für den effektiven Einsatz des Internets und multimedialer Anwendungen beim Sprachenlernen sowie ein E-Learning-Kurs zum Erlernen der griechischen Sprache.
Für diese Vorhaben ist das GLOSSA-Projekt, das von Griechenland aus gelenkt wird, auf die Mithilfe von Sprachlehrern und –lernern aus ganz Europa angewiesen. Ein kurzer Fragebogen wurde entwickelt, um deren Meinung und Erfahrung zum Thema Online Sprachkurse einzuholen. Zu finden Sie die Fragenbögen für Lehrer und Lerner, jeweils in einer kurzen und langen Version unter: www.ellinikiglossa.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=80&Itemid=88&lang=en
Mehr Informationen zu GLOSSA unter: www.ellinikiglossa.eu
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27.7.10
Labels: EU-Nachrichten, Fremdsprachen im Beruf, Fremdsprachen und Technologie, Lehr- und Lernmaterialien, Umfragen und Studien, Wissenschaft
23 Juni 2010
Lesetipp: "Vom Aussterben bedroht? Vergessene Sprachen in Europa"
Das Internetportal des Wissensmagazins „Welt der Wunder“ widmet sich in einem anschaulichen Beitrag dem Verschwinden von europäischen Sprachen. Zunächst gibt der Artikel einen kurzen Überblick über gefährdete Sprachen des Kontinents. Eine Galerie stellt zudem einige heute kaum noch bekannte Sprachen wie Ladinisch, Jenisch oder Kaschubisch mit kurzen Texten, Bildern und Kartenmaterial vor.
Zum Beitrag
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23.6.10
Labels: Literaturtipps, Wissenschaft
Deutsch-Spanischer Wissenschaftsaustausch
Erstmals ist von Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, und dem spanischen Bildungsminister Ángel Gabilondo der Julián Sanz del Río-Preis verliehen worden. Mit dem Preis werden hochqualifizierte junge Forscher für ihre fachliche Beschäftigung mit Spanien und/oder Deutschland ausgezeichnet. Zu den ersten Preisträgern zählen der spanische Zeithistoriker und Deutschlandexperte Carlos Sanz und die deutsche Juristin Mirja Feldmann, deren Schwerpunkt der deutsch-spanische Rechtsvergleich ist.
Der mit jeweils 5 000 Euro und einem Stipendium für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland oder Spanien dotierte Preis wird fortan jährlich in wechselnden Wissensgebieten ausgeschrieben und abwechselnd in beiden Ländern verliehen. Der Preis wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie der 2009 gegründeten Stiftung für Hochschulinternationalisierung Universidad.es initiiert. Durch den Austausch von Wissenschaftlern möchte die Initiative nicht nur den gemeinsamen Wissenszuwachs, sondern auch das Verständnis zwischen Gesellschaften und Kulturen fördern.
Deutsch-Spanische Beziehungen
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23.6.10
Labels: Interkulturelles, Wissenschaft
10 Februar 2010
EURAXESS - Europaweites Mobilitätsprojekt
Ab Januar 2010 koordiniert die Alexander von Humboldt-Stiftung ein mit 2,9 Millionen Euro ausgestattetes EU-Projekt zur Mobilitätsförderung von Wissenschaftlern. Die Stiftung gewann die Ausschreibung für das Projekt "EURAXESS T.O.P. - Enhancing the Outreach and Effectiveness of the EURAXESS Network Partners". Die EURAXESS-Servicezentren in 35 europäischen Ländern helfen Forschern und ihren Familien bei der Planung und Organisation des Auslandsaufenthalts. Durch das Projekt sollen in den kommenden 18 Monaten beispielhafte Erfolgsmodelle zur Auslandsmobilität europaweit ausgetauscht und in einem Handbuch zugänglich gemacht werden.
EURAXESS
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10.2.10
Labels: Mobilität, Wissenschaft
26 Januar 2010
Europäische Minderheitensprachen in Gefahr
Immer mehr Sprachen, die nach unserer Wahrnehmung fernab vom Weltgeschehen verwendet werden, sterben voraussichtlich in den nächsten Jahren aus. So auch das in Nord-Sibirien beheimatete Mansisch, das momentan von nur noch 3000 Menschen gesprochen wird. Experten geben der Sprache noch 10 bis 20 Jahre bis sie gänzlich aus dem Alltag der Menschen verschwinden wird. An der Universität Wien beschäftigt sich Johanna Laasko, Professorin für Finno-Ugristik, im Rahmen neuer linguistischer Forschungsprojekte, mit dieser und anderen Minderheitssprachen. Die Forschungen sind unter anderem Teil des europäischen ELDIA Projekts, das eine Art Vitalitätsbarometer erstellen will für vom Aussterben bedrohte Sprachen Europas.
An der Universität Wien werden nun die obgurischen Sprachen Mansisch und Chantisch digital katalogisiert und dokumentiert. „Mit nur wenigen tausend SprecherInnen gelten beide Sprachen heute als extrem gefährdet“, erklärt Johanna Laakso, die die Arbeit koordiniert. Verdrängt werden die Sprachen unter anderem durch Sowjetisierung des Schulsystems in der Vergangenheit und den Zuzug russischer Arbeiter aufgrund von Öl- und Gasfunden in der Region.
Mansisch und Chantisch sprechen momentan fast ausschließlich ältere Menschen, was die Dokumentation der Sprachen umso wichtiger macht, so Johanna Laasko. Um das Wissen über die beiden Sprachen der linguistischen Forschung zugänglich zu machen ist eine Hauptaufgabe der Wissenschaftler, Materialien in Mansisch und Chantisch aus dem Russischen und anderen Sprachen ins Englisch zu übertragen.
Weitere Informationen unter www.univie.ac.at
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
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26.1.10
Labels: EU-Nachrichten, Fremdsprachen und Kultur, Wissenschaft
