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28 Juni 2011

Jugendaustausch: Leonardo-Praktika für Polen

Im Rahmen des EU-Programms LEONARDO DA VINCI vergibt das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) zusammen mit Projektpartnern fünf Praktikumsplätze in polnischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätten. Für den Zeitraum vom 1. September bis 30. November 2011 können sich junge Arbeitnehmer und Hochschulabsolventen aller Fächer, die als Pädagogen oder Mitarbeiter von Bildungsstätten und Organisationen bereits erste Erfahrungen in der internationalen Austauscharbeit gesammelt haben, bewerben. Polnischkenntnisse sowie gute Englischkenntnisse sollten vorhanden sein.

Während des 13-wöchigen Praktikums sind die Teilnehmer an der Vorbereitung und Durchführung multinationaler Projekte beteiligt und lernen verschiedene Arbeitsweisen sowie Formen der internationalen Jugendarbeit kennen. Für die Dauer des Praktikums ist ein Stipendium vorgesehen, das Lebenshaltungskosten, Reisekosten und Versicherung abdeckt.

Bewerbungen können noch bis zum 22. Juli 2011 an folgenden Kontakt geschickt werden:

Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Ines Steger
Stichwort: Leonardo
14473 Potsdam

Per E-Mail an: leo_de@dpjw.org

Mehr zum DPJW und der Ausschreibung: www.20-jahre-dpjw.org

21 April 2011

Europa: Auslandsaufenthalte fördern

Bereits heute entscheiden sich zahlreiche deutsche Studierende für einen Studienaufenthalt im Ausland. Nun sollen Auslandsaufenthalte nicht nur für Studenten, sondern auch für Auszubildende sowie Berufstätige noch attraktiver werden. Mit dieser Forderung übermittelten Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Präsident der Kultusministerkonferenz Bernd Althusmann der Europäischen Kommission ein umfangreiches Positionspapier (PDF), das die wichtigsten Forderungen Deutschlands für die Zukunft des Programms für lebenslanges Lernen (PLL II) ab 2014 enthält.

Das Programm für lebenslanges Lernen betrifft den gesamten Bildungsweg von der Schule über die Hochschule und Berufsbildung bis zur Erwachsenenbildung. Für den Austausch von Lehrenden und Lernenden aller Altersstufen sowie die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen steht von 2007 bis 2013 ein Budget von fast 7 Milliarden Euro zur Verfügung.

Schwerpunkt des Programms für lebenslanges Lernen soll auch künftig die Mobilität von Lernenden und Lehrenden in Europa sein. Ziel ist es, Auslandsaufenthalte besser vorzubereiten, zu begleiten und zu betreuen. Dazu sollen auch die Programme COMENIUS für die Schulbildung, LEONARDO DA VINCI für die Berufsbildung, ERASMUS für die Hochschulbildung und GRUNDTVIG für den Bereich der Erwachsenenbildung durchlässiger gestaltet werden.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Programme bieten der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (für COMENIUS): www.kmk-pad.org, das Bundesinstitut für Berufsbildung (für LEONARDO DA VINCI und GRUNDTVIG): www.na-bibb.de und der Deutsche Akademische Austauschdienst (für ERASMUS): www.daad.de

07 Mai 2007

EU startet Programm für lebenslanges Lernen in Berlin

Europa hat ein neues Bildungsprogramm - das Programm für lebenslanges Lernen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan, EU-Bildungskommissar Ján Figel' und der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) Professor E. Jürgen Zöllner gaben heute in Berlin den symbolischen Startschuss für diese neue Initiative.

Während der Auftaktveranstaltung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wurden 18 Projekte mit dem "Europäischen Preis für lebens-langes Lernen" ausgezeichnet. Unter den Preisträgern sind vier Projekte aus Deutschland.

Bei einer Laufzeit von sieben Jahren hat das Programm für lebenslanges Lernen ein Gesamtbudget von rund sieben Milliarden Euro - allein in Deutschland stehen jährlich rund 100 Millionen Euro aus dem Programm zur Verfügung. Ziel ist es, jedes Jahr bis zu 80.000 Auszubildenden und jungen Berufstätigen aus ganz Europa die Chance zu geben, sich außerhalb ihres Heimatlandes zu qualifizieren und auf den europäischen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

So soll beispielweise die Zahl der jungen Menschen, die mit einem ERASMUS-Stipendium in einem anderen europäischen Land studieren, verdoppelt werden: von heute 1,5 Millionen auf insgesamt drei Millionen im Jahr 2012.

Das Programm für lebenslanges Lernen, betonte Annette Schavan, habe mehr als die Mobilität im Blick. "Wir haben damit das wichtigste Instrument zur Umsetzung der europäischen Bildungspolitik geschaffen", so die Bundesbildungsministerin. Das Programm trage maßgeblich dazu bei, die Vereinbarungen der europäischen Bildungsminister im Bologna-Prozess für die Hochschulbildung und im Kopenhagen-Prozess für die Berufsbildung umzusetzen - in Form von Innovationen, die den Menschen nutzen.

So haben wegweisende europäische Pilotprojekte ein Punktesystem für die berufliche Bildung sowie den Europäischen Qualifikationsrahmen in greifbare Nähe gerückt. Damit werden Lernergebnisse von Auszubildenden und Kompetenzen von Fachkräften europaweit transparenter und vergleichbar.

Rund 700 Bildungsexperten aus ganz Europa diskutierten in Berlin, wie das Pro-gramm für lebenslanges Lernen genutzt werden kann, um den Europäischen Bildungsraum weiterzuentwickeln und sich gemeinsam aktuellen Herausforderungen zu stellen. Die Stärkung des lebenslangen Lernens, so die Experten, sei der richtige Ansatz, um den Folgen des demografischen Wandels gerecht zu werden.

Schavan, EU-Bildungskommissar Figel' und KMK-Präsident Zöllner zeichneten im Rahmen der Auftaktveranstaltung insgesamt 18 Projekte mit dem "Europäischen Preis für lebenslanges Lernen" aus. Unter den Preisträgern sind vier Projekte aus Deutschland:

  • Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Lüdinghausen erhielt den Preis für ein Projekt zur technischen Früherziehung von Kindern (COMENIUS Bronze).
  • Die Humboldt-Universität zu Berlin wurde für die Aufnahme von ERASMUS-Studierenden ausgezeichnet. (ERASMUS Silber)
  • Das MAN Ausbildungszentrum in Augsburg erhielt den Preis für den Austausch von Auszubildenden mit Dänemark (LEONARDO DA VINCI Silber).
  • Der Jean Monnet-Lehrstuhl von Professor Wolfgang Wessels an der Universität Köln wurde für herausragende Forschung und Lehre im Bereich "Europäische Integration" prämiert (JEAN MONNET Gold).
Weitere Informationen über das Programm für lebenslanges Lernen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen zur europäischen Bildungspolitik und zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie im Internet unter
bmbf.de und unter eu2007.de.

20 Dezember 2011

Irland: EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen ein voller Erfolg

ERASMUS, LEONARDO DA VINCI, COMENIUS oder GRUNDTVIG: Diese Kampagnen bilden gemeinsam das EU-Programm für lebenslanges Lernen. Doch wie wirksam sind EU-Bildungskampagnen wirklich? Zumindest für Irland konnte diese Frage wissenschaftlich geklärt werden. Im Auftrag von Léargas, der Nationalen Agentur für EU-Programme in Irland, untersuchten Wissenschaftler, welchen Einfluss das EU-Programm für lebenslanges Lernen zwischen 2007 und 2009 auf die Mobilität zu Lernzwecken von Iren gezeigt hat.

Die Experten kommen in der Studie "Making a Difference – A Study of the Impact of Learning Mobility under the Lifelong Learning Programme in Ireland 2007-2009”, zu dem Ergebnis, dass das EU-Programm für lebenslanges Lernen sich in Irland positiv auf die allgemeine und berufliche Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ausgewirkt hat und somit – neben den nationalen Bildungskampagnen – ein wichtiger Bestandteil der irischen Bildungslandschaft darstellt.

Die Studie ist online abrufbar unter: www.leargas.ie

Mehr Informationen zum EU-Programm für lebenslanges Lernen unter: www.lebenslanges-lernen.eu

12 Januar 2006

Interkulturelle Kommunikation in virtuellen Gemeinschaften

Aspekte der interkulturellen Kommunikation spielen bei Arbeits- und Studienaufenthalten eine immer größere Rolle. Das EU-Forschungsprojekt media-net-works bietet Online Lernszenarien und Materialien, die z. B. in europäischen Mobilitätsprogrammen wie Leonardo da Vinci oder bei der Vorbereitung und Begleitung eines Auslandsaufenthaltes von Mitarbeitern genutzt werden können.

Seit 2004 entwickelten sieben Partner aus fünf europäischen Ländern ein Studienmodul für die Hochschul- und Erwachsenenbildung. Dabei sollten die Schlüsselqualifikationen Medienkompetenz und interkulturellen Kompetenz in virtuellen Gemeinschaften erforscht werden.

Untersucht wurden dafür die technischen, sozialen und interkulturellen Mechanismen virtueller Gemeinschaften. Online Communities erfordern meist ein hohes Maß an Kommunikation und Kooperation. Dabei sind wichtige Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehungen wie Gestik und Mimik meist nicht darstellbar. Dies kann z.B. zu Missverständnisse zwischen den einzelnen Mitgliedern führen, so die Überlegung der Forscher.

Deshalb entwickelte das Konsortium mediendidaktische Modelle und Methoden zur Ausgestaltung von virtuellen Gemeinschaften und erprobte diese pilothaft im Rahmen eines Online-Kurses und einer Interaktionsphase im Ausland. Mit verschiedenen Lernszenarien konnte die Kommunikationskompetenz der Teilnehmer deutlich gestärkt und deren Beobachtungsgabe auch im Medienumfeld verbessert werden.

Die Projektergebnisse werden auf der Webseite www.media-net-works.de zur Verfügung gestellt.

Quelle: idw