22 Oktober 2009

Ausländische Studierende in Deutschland

Die Studienfinanzierung und Orientierung im deutschen Hochschulsystem ist teilweise schon für deutsche Studienanfänger eine Herausforderung. Wie finden sich dann ausländische Studenten an deutschen Universitäten und im Studium zurecht? Die Auswertung der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zur wirtschaftlichen und sozialen Lage ausländischer Studierender zeigt, dass diese vor allem Schwierigkeiten bei der Studienfinanzierung haben und über mangelnde Orientierung im deutschen Hochschulsystem sowie zu wenig Kontakt zu ihren deutschen Mitstudierenden klagen.

Unter den Studierenden aus dem Ausland kümmern sich 85% um die Organisation ihres Studium selbst: Unterkunft, Seminarplan und Finanzierung sind drei von vielen Punkten, die es zu dabei zu regeln gilt. Die größte Herausforderung liegt in der Finanzierung des Studiums in Deutschland. Die Studie des Deutschen Studentenwerks zeigt, dass ausländischen Studenten knapp über 600 Euro im Monat zur Verfügung stehen und damit über deutlich geringere Einnahmen verfügen als ihren deutschen Kommilitonen. Mehr als die Hälfte der ausländischen Studierenden ist erwerbstätig und finanziert sich sein Studium selbst. Weitere Finanzierungsquellen sind die Unterstützung durch die Eltern sowie Stipendien.

Neben finanziellen Sorgen, spielt das persönliche Umfeld eine große Rolle, um sich in einem fremden Land wohl zu fühlen. Knapp 40% der befragten Studierenden gaben an, dass eine große Schwierigkeit des Studentenlebens in dem Kontakt zu den deutschen Kommilitonen besteht. Wie kann die Politik hierbei helfen, was müssen Hochschulen und Studentenwerke für ihre erfolgreiche Integration tun? Verschiedenste Projekte und Angebote, wie Willkommens- und Informationsveranstaltungen wollen hier ansetzen. So unterstützen laut dem Deutschen Studentenwerk derzeit 41 der 58 Studentenwerke ausländische Studierende mit Wohnheimtutoren-Programmen. Der große Vorteile dabei: Studierende engagieren sich für Studierende und setzen sich für eine bessere Integration ein.

Studie zur Situation ausländischer Studierender
(PDF)